Anhang

1. ALLGEMEINE GRUNDSÄTZE

Die AIXTRON SE ist eine Aktiengesellschaft deutschen Rechts in der Rechtsform einer Europäischen Gesellschaft (Societas Europaea). Sitz der Gesellschaft ist Dornkaulstraße 2, 52134 Herzogenrath, Deutschland. Die AIXTRON SE ist unter der Nummer HRB 16590 im Handelsregister des Amtsgerichts Aachen eingetragen.

Der vorliegende Konzernabschluss der AIXTRON SE (im Folgenden „AIXTRON“ oder „Gesellschaft“) wurde erstellt in vollständiger Übereinstimmung mit

  • den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten Interpretationen; des Weiteren mit
  • den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie zur Anwendung in der Europäischen Union übernommen wurden; sowie
  • mit den Anforderungen des § 315a HGB (Handelsgesetzbuch).

AIXTRON ist ein führender Anbieter von Depositionsanlagen für die Halbleiterindustrie. Die Produkte der Gesellschaft werden weltweit von einem breiten Kundenkreis zur Herstellung von leistungsstarken Bauelementen für elektronische und opto-elektronische Anwendungen auf Basis von Verbindungs-, Silizium- und organischen Halbleitermaterialien genutzt. Diese Bauelemente werden in der Displaytechnik, der Signal- und Lichttechnik, in Glasfaser-Kommunikationsnetzen, drahtlosen und mobilen Telefonie-Anwendungen, der optischen und elektronischen Datenspeicherung, der Computer-Technik sowie einer Reihe anderer Hochtechnologie-Anwendungen eingesetzt.

Dieser Konzernabschluss wurde durch den Vorstand aufgestellt und dem Aufsichtsrat zur Feststellung und Veröffentlichung in der Aufsichtsratssitzung am 22. Februar 2016 übergeben.

2. WESENTLICHE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

  1. A KONSOLIDIERUNGSKREIS

    Neben dem Mutterunternehmen AIXTRON SE werden im Konzernabschluss acht Gesellschaften, an denen die AIXTRON SE direkt oder indirekt zu 100% beteiligt ist oder die Kontrolle ausübt, vollkonsolidiert. Der Bilanzstichtag ist für alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften der 31. Dezember. Eine Liste aller einbezogenen Unternehmen zeigt Anmerkung 31.

  2. BBILANZIERUNGSGRUNDLAGEN

    Der Konzernabschluss wird vollständig in Euro (EUR) aufgestellt. Die Beträge werden auf volle Tausend ab- bzw. aufgerundet (TEUR). Um die Darstellung übersichtlicher zu gestalten, wurden einige Posten der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter einer Überschrift zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang einzeln ausgewiesen und erläutert.

    Der Konzernabschluss wurde mit Ausnahme der Neubewertung von bestimmten Finanzinstrumenten auf Grundlage der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten aufgestellt.

    Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit IFRS muss der Vorstand Schätzungen vornehmen und Annahmen treffen, die sich auf den Ansatz von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, auf die Angaben zu Eventualschulden und -forderungen am Bilanzstichtag und auf die ausgewiesenen Aufwendungen und Erträge für die jeweiligen Perioden auswirken. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.

    Die Schätzungen und die zugrunde liegenden Annahmen werden fortlaufend überprüft. Korrekturen von Schätzungen werden in der laufenden Periode berücksichtigt, soweit die Korrektur nur diese Periode betrifft, bzw. in der laufenden Periode und in zukünftigen Perioden, soweit die Korrektur sowohl die laufende als auch zukünftige Perioden betrifft. Einschätzungen, welche einen wesentlichen Effekt auf die Bilanz der Gesellschaft haben werden in Anmerkung 37 erläutert.

    Die im Folgenden beschriebenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden einheitlich für alle in diesem Konzernabschluss dargestellten Perioden angewandt.

    Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden einheitlich von den Konzernunternehmen angewandt.

  3. C KONSOLIDIERUNGSGRUNDLAGEN
    1. ( I )TOCHTERUNTERNEHMEN

      Als Tochterunternehmen werden die Konzernunternehmen behandelt, auf die die AIXTRON SE einen beherrschenden Einfluss hat (siehe Anmerkung 31). Beherrschender Einfluss besteht dann, wenn die Gesellschaft direkt oder indirekt befugt ist, die Finanz- und Geschäftspolitik eines Unternehmens zu steuern, um Nutzen aus dessen Aktivitäten zu ziehen. Die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen werden ab dem Zeitpunkt des Beginns der Kontrolle in den Konzernabschluss einbezogen.

    2. ( II ) IM RAHMEN DER KONSOLIDIERUNG ELIMINIERTE TRANSAKTIONEN

      Sämtliche Zwischenergebnisse sowie konzerninterne Transaktionen und Salden wurden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

  4. DFREMDWÄHRUNG

    Der Konzernabschluss ist in Euro (EUR) aufgestellt. Bei der Umrechnung der Jahresabschlüsse von Tochterunternehmen außerhalb der Eurozone werden die lokalen Währungen als funktionale Währungen dieser Tochterunternehmen zugrunde gelegt. Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dieser Tochterunternehmen werden zum Bilanzstichtagskurs in EUR umgerechnet. Umsatzerlöse und Aufwendungen werden zu Jahresdurchschnittskursen bzw. zu Durchschnittskursen für den Zeitraum zwischen der Einbeziehung in den Konzernabschluss und dem Bilanzstichtag in EUR umgerechnet. Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen umgerechnet. Die aus der Währungsumrechnung resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden in der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals ausgewiesen.

    Kursgewinne und -verluste, die durch Wechselkursschwankungen bei Fremdwährungstransaktionen entstehen, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter „Sonstige betriebliche Erträge“ oder „Sonstige betriebliche Aufwendungen“ erfasst.

  5. ESACHANLAGEN
    1. ( I ) ANSCHAFFUNGS- ODER HERSTELLUNGSKOSTEN

      Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten zuzüglich Nebenkosten, beispielsweise für Installation und Lieferung, abzüglich kumulierter Abschreibungen (siehe unten) und Wertminderungsaufwand (vgl. Bilanzierungsmethode (j)) angesetzt.

      Die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen enthalten neben Material- und Personalkosten auch direkt zurechenbare anteilige Gemeinkosten, wie beispielsweise Leistungen an Arbeitnehmer, Bezugskosten, Installationskosten und Honorare.

      Wenn verschiedene Bestandteile einer Sachanlage unterschiedliche Nutzungsdauern haben, werden sie einzeln als separate Gegenstände des Sachanlagevermögens abgeschrieben.

    2. ( II ) NACHTRÄGLICHE ANSCHAFFUNGS- ODER HERSTELLUNGSKOSTEN

      Im Buchwert einer Sachanlage erfasst die Gesellschaft die Kosten für den Ersatz von Komponenten oder die Erweiterung der Sachanlage im Zeitpunkt des Anfalls der Kosten, wenn es wahrscheinlich ist, dass der zukünftige wirtschaftliche Nutzen der Sachanlage der Gesellschaft zufließen wird und die Kosten der Sachanlage verlässlich geschätzt werden können. Alle anderen Kosten wie Reparatur- und Instandhaltungskosten werden bei Anfall als Aufwand erfasst.

    3. ( III )ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND

      Die im Zusammenhang mit der Anschaffung oder Herstellung von eigenen Vermögenswerten stehenden Zuwendungen der öffentlichen Hand werden zum Zeitpunkt der Aktivierung anschaffungs- bzw. herstellungskostenmindernd berücksichtigt.

    4. ( IV ) ABSCHREIBUNGEN

      Die Abschreibungen erfolgen linear über die voraussichtlichen Nutzungsdauern der einzelnen Bestandteile einer Sachanlage. Eine Überprüfung der Nutzungsdauern, der Abschreibungsmethoden und der Restwerte der Sachanlagen erfolgt zum Jahresende oder häufiger, falls Anzeichen für eine Veränderung vorliegen. Die voraussichtlichen Nutzungsdauern betragen für:

    5. Gebäude 25 - 33 Jahre
      Maschinen und technische Anlagen 3 - 14 Jahre
      Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 - 14 Jahre
  6. FIMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
    1. ( I ) GESCHÄFTS- UND FIRMENWERT

      Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Bei Unternehmenszusammenschlüssen, die seit dem 1. Januar 2004 getätigt wurden, stellt der Geschäfts- oder Firmenwert den Unterschiedsbetrag zwischen dem beizulegenden Zeitwert der übertragenen Gegenleistung und dem beizulegenden Zeitwert der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden dar.

      Der Geschäfts- oder Firmenwert wird zu Anschaffungskosten abzüglich des kumulierten Wertminderungsaufwands angesetzt. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugewiesen und einem jährlichen Wertminderungstest unterzogen (vgl. Bilanzierungsmethode (J)).

    2. ( II ) FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

      Aufwendungen für Forschungstätigkeiten, deren Ziel es ist, neues technisches Wissen mit wissenschaftlichen Methoden zu erlangen, werden als Aufwand erfasst.

      Entwicklungskosten umfassen Aufwendungen, die dazu dienen, wissenschaftliche Erkenntnisse technisch und kommerziell umzusetzen. Da die Kriterien des IAS 38 nicht vollständig erfüllt sind hat AIXTRON von der Aktivierung dieser Aufwendungen abgesehen.

    3. ( III )SONSTIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

      Sonstige von der Gesellschaft erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen (siehe unten) und Wertminderungsaufwand (vgl. Bilanzierungsmethode (j)) bilanziert.

      Vermögenswerte, die im Rahmen von Unternehmenserwerben zugehen, werden mit ihrem Zeitwert im Zeitpunkt des Erwerbs angesetzt.

      Aufwendungen für selbst geschaffene Geschäfts- und Firmenwerte, Markennamen und Patente werden unmittelbar als Aufwand erfasst.

    4. ( IV )NACHTRÄGLICHE AUFWENDUNGEN

      Nachträgliche Aufwendungen für aktivierte immaterielle Vermögenswerte werden nur aktiviert, wenn sie den zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen des betroffenen Vermögenswerts erhöhen. Alle anderen Aufwendungen werden bei ihrem Anfall als Aufwand erfasst.

    5. ( V ) ABSCHREIBUNGEN

      Die Abschreibungen erfolgen linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer der immateriellen Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts- oder Firmenwerte. Die Geschäfts- oder Firmenwerte haben eine unbestimmte Lebensdauer und werden einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen. Sonstige immaterielle Vermögenswerte werden ab dem Zeitpunkt, ab dem sie genutzt werden können, abgeschrieben. Eine Überprüfung der Nutzungsdauern und Restwerte der sonstigen immateriellen Vermögenswerte erfolgt zum Jahresende oder häufiger, falls Anzeichen für eine Veränderung vorliegen. Die voraussichtlichen Nutzungsdauern sind wie folgt:

      Software 2 - 5 Jahre
      Patente und ähnliche Rechte 5 - 18 Jahre
      Kundenbeziehungen bzw. Produkt- und Technologie-Know-how 6 - 10 Jahre
  7. G FINANZINSTRUMENTE
    1. ( I )FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

      Finanzielle Vermögenswerte werden bei ihrer Bilanzierung in die folgenden Kategorien eingeteilt:

      • erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
      • bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen
      • Kredite und Forderungen

      Die Einteilung erfolgt bei Zugang in Abhängigkeit von der Art und dem Verwendungszweck des finanziellen Vermögenswerts.

      Die Bilanzierung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt zum Zeitpunkt des Handelstages. Der Erstansatz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der Transaktionskosten. Finanzielle Vermögenswerte, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet kategorisiert wurden, werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

    2. ( II ) ERFOLGSWIRKSAM ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTETE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

      Finanzielle Vermögenswerte werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wenn sie entweder zu Handelszwecken gehalten oder als „erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet“ eingestuft werden. Finanzielle Vermögenswerte werden mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt, wobei jede Veränderung des beizulegenden Zeitwertes periodengleich erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wird. Der beizulegende Zeitwert ist der geschätzte Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen werden könnte.

    3. ( III ) BIS ZUR ENDFÄLLIGKEIT GEHALTENE FINANZINVESTITIONEN

      Finanzinvestitionen mit festen oder bestimmbaren Zahlungen sowie einer festen Laufzeit, bei denen die Gesellschaft die Absicht besitzt und es ihr möglich ist, diese bis zur Endfälligkeit zu halten, werden als „bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen“ kategorisiert. Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertminderungen bewertet. Der Zinsertrag wird dabei mittels der Effektivzinsmethode erfasst.

    4. ( IV )FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

      Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind, werden als Kredite und Forderungen kategorisiert. Kredite und Forderungen werden nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet.

    5. ( V ) WERTMINDERUNG VON FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN

      Finanzielle Vermögenswerte werden zu jedem Bilanzstichtag auf mögliche Indikatoren für eine Wertminderung untersucht. Finanzielle Vermögenswerte sind wertgemindert, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswerts eintreten, ein objektiver Hinweis dafür vorliegt, dass sich die erwarteten künftigen Cashflows der Finanzanlage negativ verändert haben.

      Eine Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten führt zu einer direkten Minderung des Buchwerts aller betroffenen finanziellen Vermögenswerte mit Ausnahme von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, deren Buchwert durch ein Wertminderungskonto gemindert wird. Wird eine Forderung aus Lieferungen und Leistungen als uneinbringlich eingeschätzt, erfolgt der Verbrauch gegen das Wertminderungskonto. Zahlungseingänge aus abgeschriebenen Forderungen werden gegen das Wertminderungskonto gebucht. Änderungen des Buchwerts des Wertminderungskontos werden erfolgswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

      Sofern nach objektiven Kriterien die Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts in einer der folgenden Berichtsperioden nicht mehr notwendig ist, wird die vorher gebildete Wertminderung erfolgswirksam aufgelöst. Die Obergrenze dabei bilden die jeweils fortgeführten Anschaffungskosten.

    6. ( VI )LIQUIDE MITTEL

      Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente bestehen aus Barmitteln, Einlagen bei Kreditinstituten und kurzfristigen Wertpapieren mit einer Laufzeit von bis zu drei Monaten im Erwerbszeitpunkt.

    7. ( VII )EIGENKAPITALINSTRUMENTE

      Eigenkapitalinstrumente einschließlich des gezeichneten Kapitals werden zum Ausgabeerlös abzüglich der darauf entfallenden Transaktionskosten bilanziert.

    8. ( VIII )FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN

      Finanzielle Verbindlichkeiten werden entweder als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten oder als sonstige finanzielle Verbindlichkeiten eingestuft.

    9. ( IX ) ERFOLGSWIRKSAM ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTETE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN

      Finanzielle Verbindlichkeiten werden als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet kategorisiert, wenn sie entweder zu Handelszwecken gehalten werden oder freiwillig als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet eingestuft werden.

      Als zum beizulegenden Zeitwert bewertet eingestufte finanzielle Verbindlichkeiten werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert ist der geschätzte Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen werden könnte.

    10. ( X )SONSTIGE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN

      Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten einschließlich aufgenommener Kredite werden erstmals zum beizulegenden Zeitwert abzüglich der darauf entfallenden Transaktionskosten erfasst. Im Rahmen der Folgebewertung werden sonstige finanzielle Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wobei der Zinsaufwand entsprechend des Effektivzinssatzes erfasst wird.

    11. ( XI ) DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE UND HEDGE ACCOUNTING

      Die Gesellschaft ist aufgrund ihrer Aktivitäten dem finanziellen Risiko schwankender Wechselkurse ausgesetzt (siehe Anmerkung 26). Zur Absicherung dieser Risiken werden Kurssicherungsgeschäfte in Form von Devisentermingeschäften abgeschlossen. Derivative Finanzinstrumente werden vom Unternehmen nicht zu spekulativen Zwecken eingesetzt. Der Einsatz von Kurssicherungsgeschäften richtet sich nach den vom Vorstand genehmigten Grundsätzen für den Abschluss und Umgang mit derivativen Finanzinstrumenten.

      Die Änderungen des beizulegenden Zeitwertes, der als effektiv eingestuften Cashflow-Hedges werden direkt im Eigenkapital erfasst. Ineffektive Teile werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

      Änderungen des beizulegenden Zeitwertes derivativer Finanzinstrumente, die die Voraussetzungen für Hedge-Accounting nicht erfüllen, werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

      Hedge-Accounting endet, wenn das zugehörige derivative Finanzinstrument ausläuft, veräußert, beendet oder ausgeübt wird oder die Voraussetzungen für Hedge-Accounting nicht mehr erfüllt sind. Alle zu diesem Zeitpunkt aus dem derivativen Finanzinstrument im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne oder Verluste verbleiben dort, bis das erwartete Grundgeschäft erfüllt wird. Sofern nicht mehr erwartet wird, dass eine abgesicherte Transaktion eintritt, werden die im Eigenkapital erfassten Gewinne oder Verluste erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

  8. H VORRÄTE

    Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsbetrieb erzielbare Verkaufserlös, abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung sowie Vertriebskosten. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden anhand der gewichteten Durchschnittskosten ermittelt.

    Die Anschaffungs- und Herstellungskosten beinhalten alle Kosten des Erwerbs sowie Kosten, die angefallen sind, um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen. Bei fertigen und unfertigen Erzeugnissen beinhalten die Herstellungskosten Materialeinzelkosten und Fertigungslöhne sowie einen angemessenen Teil der Gemeinkosten basierend auf Normalbeschäftigung. Beträge für Verschrottungen und andere Materialabfälle werden in der Periode ihres Anfalls entweder als Herstellungskosten oder im Falle von Beta Anlagen als Forschungs- und Entwicklungsaufwand behandelt.

    Wertberichtigungen für schwer absetzbare, überbevorratete und veraltete sowie in sonstiger Weise unverkäufliche Vorräte werden grundsätzlich auf der Grundlage der von der Gesellschaft prognostizierten Produktnachfrage und Produktionsanforderungen oder aufgrund von historischen Verbrauchswerten gebildet. Eine Abschreibung des Vorratsbestandes wird vorgenommen, soweit die zukünftige Absatzprognose niedriger ist als der aktuelle Vorratsbestand.

  9. IBETRIEBSERGEBNIS

    Das Betriebsergebnis wird vor Finanzerträgen und -aufwendungen sowie Steuern ausgewiesen.

  10. JWERTMINDERUNGEN BEI SACHANLAGEN UND IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTEN

    Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden mindest einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen, unabhängig davon, ob Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen. Zu Zwecken des Werthaltigkeitstests werden die Geschäftswerte zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet. Ein Wertminderungsaufwand wird erfasst, soweit der Buchwert den beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten oder den Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit übersteigt.

    Bei Sachanlagen sowie sonstigen immateriellen Vermögenswerten wird ein Werthaltigkeitstest durchgeführt, soweit Hinweise vorliegen, die eine außerplanmäßige Abschreibung notwendig machen könnten. AIXTRON beurteilt am Ende jeder Periode, ob Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen. Eine außerplanmäßige Abschreibung auf diese Vermögenswerte wird vorgenommen, soweit der Buchwert entweder den beizulegende Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten oder den Nutzungswert übersteigt.

    Bei der Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten zukünftigen Zahlungsströme unter Anwendung eines Vorsteuer-Zinssatzes, der die aktuellen Marktbewertungen sowie die mit dem Vermögenswert verbundenen Risiken widerspiegelt, abgezinst.

    Nach außerplanmäßigen Abschreibungen finden Wertaufholungen statt, wenn sich die Schätzungsgrundlagen zur Bestimmung des erzielbaren Betrags verändert haben. Wertaufholungen werden maximal bis zur Höhe des Buchwerts durchgeführt, der sich ergeben hätte, wenn keine Wertminderung erfasst worden wäre.

    Nach außerplanmäßigen Abschreibungen auf einen Geschäfts- oder Firmenwert erfolgen keine Wertaufholungen.

  11. K ERGEBNIS JE AKTIE

    Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird durch die Division des Jahresergebnisses durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl an ausgegebenen Stammaktien (siehe Anmerkung 21) während des Geschäftsjahres berechnet. Das verwässerte Ergebnis je Aktie spiegelt die potenzielle Verwässerung wider, die bei Ausübung der Aktienoptionen im Rahmen der Aktienoptionsprogramme entstehen könnte, sofern eine solche Umwandlung nicht einer Verwässerung entgegenwirkt.

  12. LLEISTUNGEN AN ARBEITNEHMER
    1. ( I ) BEITRAGSORIENTIERTE PLÄNE

      Zahlungsverpflichtungen für beitragsorientierte Pensionspläne werden als Aufwand der Periode erfasst.

    2. ( II )AKTIENBASIERTE VERGÜTUNGSTRANSAKTIONEN

      Im Rahmen der Aktienoptionsprogramme können Mitglieder des Vorstands, Führungskräfte sowie Mitarbeiter des Konzerns Aktien/ADS (siehe Anmerkung 23) der Gesellschaft erwerben. AIXTRON bilanziert diese Aktienoptionsprogramme gemäß IFRS 2. Der beizulegende Zeitwert der nach dem 7. November 2002 gewährten Optionen wird als Personalaufwand erfasst, verbunden mit einer entsprechenden Erhöhung der Kapitalrücklage. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt zum Ausgabetag, verteilt über den Zeitraum, in dem die Arbeitnehmer bedingungslosen Anspruch auf die Optionen erwerben können. Der beizulegende Zeitwert der gewährten Optionen wird auf der Grundlage eines mathematischen Modells unter Berücksichtigung der Bedingungen, zu denen die Optionen gewährt wurden, bewertet. Bei der Ermittlung des Personalaufwands werden verwirkte Optionen berücksichtigt.

  13. M RÜCKSTELLUNGEN

    Eine Rückstellung wird erfasst, wenn die Gesellschaft eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung hat, die aus Ereignissen der Vergangenheit entsteht, und deren Erfüllung für das Unternehmen erwartungsgemäß mit einem Abfluss von Ressourcen verbunden ist. Falls der Effekt wesentlich ist, werden Rückstellungen durch Abzinsung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme unter Anwendung eines Vorsteuer-Zinssatzes, der den aktuellen Marktzins und gegebenenfalls die mit der Schuld verbundenen Risiken widerspiegelt, ermittelt.

    1. ( I )GARANTIERÜCKSTELLUNGEN

      Die Gesellschaft bietet für jedes ihrer Produkte einen Gewährleistungszeitraum von in der Regel einem Jahr, gelegentlich auch zwei Jahren. Gewährleistungsaufwendungen beinhalten im Allgemeinen Lohnkosten, Materialkosten sowie zugehörige Gemeinkosten, die im Zusammenhang mit der Reparatur eines Produkts während der Garantiezeit anfallen. Die individuellen Garantiebedingungen können variieren, abhängig von den verkauften Produkten, den Vertragsbedingungen sowie den Standorten, an denen sie verkauft werden. Die Gesellschaft ermittelt die Kosten, die im Rahmen ihrer Garantieverpflichtung anfallen können, und bildet zum Zeitpunkt der Umsatzrealisierung eine Rückstellung in Höhe dieser Kosten. Zu den Faktoren, die die Garantieverpflichtung der Gesellschaft beeinflussen, gehören die historische und erwartete Anzahl an Garantieansprüchen sowie die voraussichtlichen Kosten pro Garantieanspruch.

      Darüber hinaus bildet die Gesellschaft eine Rückstellung für Material- und Lohnkosten für bereits verkaufte Anlagen aufgrund von Erfahrungswerten. Die Gesellschaft überprüft die Angemessenheit der angesetzten Garantierückstellung regelmäßig und passt die Beträge gegebenenfalls an.

      Die Gesellschaft hat Gewährleistungsaufwendungen aus den Vertriebsaufwendungen in die Herstellungskosten umgegliedert. Die neue Klassifizierung entspricht der gängigen Praxis in der Industrie für Anlagen zur Herstellung von Halbleitern. Die Vertriebsaufwendungen wurden für das Jahr 2014 um TEUR 1.836 (2013: TEUR 14.457) verringert und die Herstellungskosten um denselben Betrag erhöht.

    2. ( II )RÜCKSTELLUNG FÜR DROHENDE VERLUSTE AUS SCHWEBENDEN GESCHÄFTEN (DROHVERLUSTE)

      Eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften wird gebildet, wenn der erwartete wirtschaftliche Nutzen aus einem Vertrag unterhalb der unvermeidbaren Kosten zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen liegt. Als Rückstellung sind die zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen unvermeidbaren Kosten abzüglich des erwarteten wirtschaftlichen Nutzens anzusetzen. Bevor eine separate Rückstellung gebildet wird, wird der Wertminderungsaufwand von mit dem Vertrag verbundenen Vermögenswerten erfasst. Die Rückstellungen werden abgezinst, wenn der Effekt wesentlich ist.

  14. NUMSATZERLÖSE

    Umsatzerlöse resultieren aus dem Verkauf und der Installation von Anlagen, Ersatzteilen sowie Serviceleistungen. Der Verkauf von Anlagen beinhaltet eine Abnahmeprüfung durch den Kunden, die in den AIXTRON Produktionsstätten durchgeführt wird. Nach erfolgreichem Abschluss dieser Abnahmeprüfung wird die Anlage demontiert und für den Versand verpackt. Nach Ankunft beim Kunden wird die Anlage wieder zusammengebaut und montiert, wobei es sich um eine Dienstleistung handelt, die im Allgemeinen von AIXTRON Ingenieuren ausgeführt wird. Im Rahmen der Zahlungsbedingungen räumt AIXTRON kein allgemeines Rückgaberecht, keine Rabatte, Gutschriften oder sonstigen Verkaufsanreize ein. Allerdings haben einige Kunden mit AIXTRON individuelle Geschäftsbedingungen ausgehandelt.

    Erlöse aus dem Verkauf einer Anlage, deren vereinbarte Produkt- und Prozesseigenschaften bereits nachgewiesen wurden, werden bei Lieferung an den Kunden erfasst, falls eine vollständige Abnahmeprüfung durch den Kunden in der Produktionsstätte von AIXTRON erfolgreich durchgeführt wurde und die mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken auf den Kunden übergegangen sind und wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen aus dem Geschäft dem Unternehmen zufließen wird.

    Umsatzerlöse im Zusammenhang mit der Installation der Anlage beim Kunden werden erfasst, wenn die Installation beim Kunden abgeschlossen ist und die endgültige Abnahme durch den Kunden bestätigt wurde. Der Anteil der bis zum Abschluss der Installation abzugrenzenden Umsatzerlöse ist der beizulegende Zeitwert der Installationsleistungen. Wenn das Unternehmen feststellt, dass ein Risiko bestehen könnte, dass die wirtschaftlichen Vorteile der Installationsleistungen nicht dem Unternehmen zufließen könnten, wird der gemäß Vertrag bei Abschluss der Installation fällige und zahlbare Betrag abgegrenzt. Der beizulegende Zeitwert der Installationsleistungen ist der Preis, den man in einer gewöhnlichen Transaktion zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag beim Verkauf einer solchen Anlage erhalten würde oder bei der Übertragung einer Schuld zu zahlen hätte.

    Umsatzerlöse aus Anlagen, bei denen die Erfüllung der zugesagten Produkt- und Prozesseigenschaften bisher nicht nachgewiesen wurde oder für die spezielle Rückgaberechte ausgehandelt wurden, werden erst nach der endgültigen Abnahme durch den Kunden erfasst.

    Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Ersatzteilen werden in dem Zeitpunkt erfasst, in dem das Eigentum sowie das Verlustrisiko auf den Kunden übertragen worden sind. Diese Bedingung ist im Allgemeinen zum Zeitpunkt des Versands erfüllt. Erträge aus Wartungsleistungen werden erfasst, sobald diese Leistungen erbracht sind.

    Die Erlöse aus Verträgen, die unterschiedliche Leistungsverpflichtungen beinhalten, wie zum Beispiel die Lieferung von Anlagen, Ersatzteilen und Wartungsleistungen, werden in dem Verhältnis auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen aufgeteilt, von dem die Gesellschaft ausgeht, dass es dem Betrag entspricht, zu dem die Gesellschaft im Austausch gegen die Lieferung von Waren und Dienstleistungen berechtigt ist. Um die Erlösbeiträge für die einzelnen Leistungsverpflichtungen zu ermitteln, verwendet die Gesellschaft eine Kombination von Methoden, darunter die Kostenaufschlagmethode sowie die anteilige Verteilung von Rabatten auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen.

  15. OAUFWENDUNGEN
    1. ( I )HERSTELLUNGSKOSTEN DER ZUR ERZIELUNG DER UMSATZERLÖSE ERBRACHTEN LEISTUNGEN

      Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen beinhalten Material- und Lohneinzelkosten sowie die damit verbundenen Gemeinkosten.

    2. ( II )FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

      Forschungs- und Entwicklungskosten werden bei ihrem Anfall als Aufwand erfasst. Kosten für Beta Anlagen, die nicht die Voraussetzung für die Aktivierung als Vermögenswert erfüllen, werden unter den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen ausgewiesen. Von der öffentlichen Hand (z. B. Staatszuschüsse) erhaltene Zuwendungen zur Projektfinanzierung werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst, wenn die Forschungs- und Entwicklungskosten entstanden und alle Bedingungen für die Gewährung von Zuwendungen erfüllt sind.

    3. ( III ) ZAHLUNGEN IM RAHMEN EINES OPERATING-LEASING-VERHÄLTNISSES

      Leasingzahlungen innerhalb eines Operating-Leasingverhältnisses werden als Aufwand linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst.

  16. PSONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
    1. ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND

      Die für bestimmte Projekte gewährten Zuwendungen der öffentlichen Hand werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst, soweit die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen angefallen sind und alle Bedingungen für die Gewährung von Zuwendungen erfüllt sind.

  17. QSTEUERN

    Der Steueraufwand enthält laufende und latente Steuern.

    Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden für alle temporären Differenzen zwischen Steuer- und Handelsbilanzen sowie für steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften der einbezogenen Konzernunternehmen erfasst. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt unter Berücksichtigung der zum Bilanzstichtag oder zukünftig geltenden Steuersätze, soweit diese bekannt sind. Auswirkungen von geänderten Steuersätzen auf latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden mit Verabschiedung der gesetzlichen Änderung erfasst.

    Ein latenter Steueranspruch wird in dem Umfang bilanziert, in dem es wahrscheinlich ist, dass zukünftiges zu versteuerndes Einkommen mit Steuergutschriften und steuerlichen Verlustvorträgen verrechnet werden kann. Latente Steueransprüche werden in dem Umfang vermindert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass der damit verbundene Steuervorteil realisiert werden kann. Die Werthaltigkeit der latenten Steuerforderungen wird mindestens einmal jährlich überprüft.

  18. RSEGMENTBERICHTERSTATTUNG

    Ein Geschäftssegment ist ein unterscheidbarer Unternehmensbestandteil, der Geschäftstätigkeiten betreibt und dessen Betriebsergebnisse regelmäßig vom obersten Entscheidungsträger („chief operating decision maker“), der bei AIXTRON durch den Vorstand repräsentiert wird, überprüft werden. Der Vorstand überprüft regelmäßig Finanzberichte auf Konzernebene. AIXTRON hat nur ein berichtspflichtiges Segment.

    Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der Segmentberichterstattung entsprechen den allgemeinen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, welche in diesem Abschnitt erläutert sind.

  19. SKAPITALFLUSSRECHNUNG

    Die Kapitalflussrechnung wird in Übereinstimmung mit IAS 7 erstellt. Die Mittelzuflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit werden nach der indirekten Methode ermittelt. Zahlungsmittelzuflüsse sowie Zahlungsmittelabflüsse aus Steuern und Zinsen werden der laufenden Geschäftstätigkeit zugeordnet.

  20. TNEU VERÖFFENTLICHTE BILANZIERUNGSSTANDARDS

    Im Geschäftsjahr 2014 wurden Änderungen an den folgenden Standards angewandt. Die Anwendung dieser Standards hat keinen signifikanten Einfluss auf die berichteten Bilanzpositionen in diesem Geschäftsbericht.

    Änderungen an IAS 19 – Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge Die Gesellschaft hat keine leistungsorientierten Pläne.
    Verbesserungen an IFRS – Zyklus 2010-2012 und Zyklus 2011 – 2013 Die meisten Änderungen betreffen keine wesentlichen Änderungen in bestehenden Vorschriften, sondern vielmehr Klarstellungen. Die Anpassungen an IFRS 8 – Geschäftssegmente und IAS 24 – Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen – Mitglieder der Unternehmensführung - betreffen Änderungen von bestehenden Regelungen. Keine dieser Änderungen hatte eine Auswirkung auf die veröffentlichten Ergebnisse, weil die Gesellschaft keine Geschäftssegmente aggregiert und von keinem Unternehmen Leistungen im Bereich des Management in Schlüsselpositionen bezieht.

    Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Konzernabschlusses waren folgende, bisher nicht angewandte Standards veröffentlicht, die jedoch noch nicht gültig und nicht von der EU übernommen worden sind:

    IFRS 9 Finanzinstrumente
    IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden
    IFRS 11 (Änderungen) Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an einer gemeinsamen Geschäftstätigkeit
    IAS 1 (Änderungen) Angabeninitiative
    IAS 16 und IAS 38 (Änderungen) Klarstellung zu den akzeptierten Abschreibungsmethoden
    IAS 16 und IAS 41 (Änderungen) Bilanzierung fruchttragender Gewächse
    IAS 27 (Änderungen) Anwendungen der Equity-Methode in Einzelabschlüssen
    IFRS 10 und IAS 28 Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture
    IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28 (Änderungen) Investment-Gesellschaften: Anwendung der Konsolidierungsausnahme
    Annual Improvements zu IFRS: 2012 – 2014 Änderungen an diversen IFRS

    Die Gesellschaft geht davon aus, dass die Anwendung dieser Standards keine wesentlichen Auswirkungen auf die Geschäftsabschlüsse des Konzerns in zukünftigen Perioden haben wird.

3. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG UND UMSATZERLÖSE

Gemäß den Bestimmungen des IFRS 8 erfolgt die Identifizierung der operativen Geschäftssegmente anhand von internen Berichten über Unternehmensbestandteile, welche regelmäßig vom Vorstand, als dem obersten Führungsgremium im Hinblick auf Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen zu den Segmenten und die Bewertung ihrer Ertragskraft überprüft werden.

Der Vorstand überprüft regelmäßig konsolidierte Finanzberichte auf Ebene des Gesamtkonzerns, da zahlreiche Geschäftsaktivitäten innerhalb des Konzerns auf operativer Ebene weitestgehend integriert sind. Im Einklang mit IFRS hat AIXTRON nur ein berichtspflichtiges Segment.

Das berichtspflichtige Segment basiert auf Waren und Dienstleistungen, die für die Halbleiterindustrie bereitgestellt werden.

Umsatzerlöse werden wie in Anmerkung 2 (N) beschrieben berücksichtigt.

Das Unternehmen bewertet die Umsätze für Installationsleistungen marktorientiert mit Preisen aus beobachteten Transaktionen bei allen Verträgen, die zwei Leistungseinheiten/Leistungselemente beinhalten und die zu Umsätzen im abgelaufenen Ge-schäftsjahr geführt haben. Dies entspricht Stufe 2 in der Hierarchie der Bewertung des beizulegenden Zeitwerts in IFRS 13. Der beizulegende Zeitwert der Installationsleistungen für diese Verträge wurde aus dem prozentual am häufigsten beobachteten Vertragspreis (Modalwert), der beim Abschluss der Leistung zahlbar ist, übernommen.

Verträge, die Umsätze mit zwei Leistungseinheiten/Leistungselementen beinhalten, werden zum beizulegenden Zeitwert mit derselben Methode bewertet wie bei der Auslieferung von Produkten. Diese verwendet den prozentual am häufigsten beobachteten Vertragswert (Modalwert), der bei Auslieferung an den Kunden zahlbar ist. Dies entspricht ebenfalls Stufe 2 in der Hierarchie der Bewertung des beizulegenden Zeitwerts in IFRS 13.

SEGMENT-UMSÄTZE UND -ERGEBNISSE

in Tausend EUR Anhang 20152014 2013
Anlagen-Umsätze   150.971148.543 138.044
Ersatzteil- und Service-Umsätze   46.78545.254 44.819
Umsätze mit externen Kunden   197.756193.797 182.863
Materialaufwand 16 95.143134.940 117.900
Wertaufholungen auf Vorräte 16 -10.372-32.018 0
Abschreibungen auf Vorräte 16 4.1413.016 17.885
Personalaufwand 7 63.02966.409 67.548
Abschreibungen auf Sachanlagen 11 9.14615.591 16.314
Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen 6 / 11 00 9.888
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 12 1.4301.409 1.609
Sonstige betriebliche Aufwendungen 6 71.52165.384 74.864
Verluste aus Wechselkursveränderungen 5 -7041.276 206
Sonstige betriebliche Erträge 5 -8.852-3.901 -27.610
Segmentergebnis   -26.726-58.309 -95.741
Finanzierungserträge 8 7881.168 839
Finanzierungskosten 8 -220 -313
Ergebnis vor Steuern   -25.960-57.141 -95.215

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des berichtspflichtigen Segments sind identisch mit den in Anmerkung 2 dargestellten Methoden. Das Segmentergebnis stellt das durch das Segment erwirtschaftete Ergebnis, ohne die Zuordnung von Kapitalerträgen, Finanzierungskosten und Steueraufwendungen dar. Das Segmentergebnis wird dem Vorstand zum Zweck der Zuordnung von Ressourcen und der Überprüfung der Ertragskraft berichtet.

SEGMENTVERMÖGEN UND -SCHULDEN

in Tausend EUR 31.12.201531.12.2014
Halbleiter-Anlagen Segmentvermögen 266.720260.693
Nicht zugeordnete Vermögenswerte 215.233272.854
Konzernvermögenswerte 481.953533.547
in Tausend EUR 31.12.201531.12.2014
Halbleiter-Anlagen Segmentschulden 82.574115.842
Nicht zugeordnete Schulden 2.8742.003
Konzernschulden 85.448117.845

Zum Zweck der Überwachung der Leistungsfähigkeit und der Ressourcenallokation sind alle Vermögenswerte dem berichtspflichtigen Segment zugeordnet. Ausgenommen davon sind Steuerforderungen, Liquide Mittel und andere finanziellen Vermögenswerte. Mit Ausnahme von Steuerschulden und Pensionsrückstellungen sind sämtliche Schulden dem berichtspflichtigen Segment zugeordnet.

Weitere Erläuterungen zum Sachanlagevermögen, zum Geschäfts- oder Firmenwert und zu den immateriellen Vermögenswerten sowie Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte erfolgen in Anmerkung 11 und 12. Sonstige langfristige Vermögenswerte erhöhten sich in 2015 um TEUR 248 (2014: Verminderung um TEUR 525).

Informationen über sonstige wesentliche Ertrags- und Aufwandsposten, die im Personalaufwand und in den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen enthalten sind, finden sich unter den Anmerkungen 7 und 4.

GEOGRAFISCHE INFORMATION

Im Nachfolgenden werden die Umsatzerlöse der Gesellschaft aus fortgeführten Geschäftstätigkeiten mit externen Kunden und Informationen über die langfristigen Vermögenswerte, aufgeteilt nach geografischer Lage dargestellt. Umsatzerlöse mit externen Kunden sind den jeweiligen Ländern zugeordnet, in denen die Produkte erwartungsgemäß verwendet werden.

in Tausend EUR 20152014 2013
Asien 118.376160.240 141.785
Europa 35.77225.189 24.213
Amerika 43.6088.368 16.865
Summe 197.756193.797 182.863

Umsätze mit externen Kunden aus Deutschland, dem Geschäftssitz von AIXTRON, und anderen Ländern, die von wesentlicher Bedeutung sind, stellen sich wie folgt dar:

in Tausend EUR 2015 2014 2013
Deutschland 6.705 6.621 7.210
USA 41.937 8.162 14.805
Korea 26.507 18.641 30.578
China 52.571 106.568 56.788
Taiwan 27.375 20.581 43.177

Die Umsätze aus allen Ländern außerhalb von Deutschland belaufen sich auf TEUR 191.051, TEUR 187.176 bzw. TEUR 175.653 für die Jahre 2015, 2014 und 2013 jeweils zum 31. Dezember.

Im Geschäftsjahr 2015 entfielen auf einen Kunden 18,1% des Konzernumsatzes. Mit keinem weiteren Kunden wurden mehr als 10% des Konzernumsatzes erzielt. In 2014 entfielen auf vier Kunden mehr als 10% des Konzernumsatzes, im einzelnen 12,2%, 10,9%, 10,4% und 10,1% des Konzernumsatzes. In 2013 entfielen auf einen Kunden 14,4% des Konzernumsatzes.

in Tausend EUR 31.12.2015 31.12.2014
Asien 3.837 2.591
Europa ohne Deutschland 13.093 12.619
Deutschland 124.954 127.536
Amerika 22.372 2.205
Konzernvermögenswerte 164.256 144.952

Die langfristigen Vermögenswerte enthalten keine latenten Steuerforderungen, Finanzinstrumente, Vermögenswerte aus der Beendigung von Arbeitsverhältnissen sowie keine Rechte, die sich aus Versicherungsverträgen ergeben.

4. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Die Forschungs- und Entwicklungskosten vor Abzug der erhaltenen Projektzuschüsse beliefen sich für die Geschäftsjahre 2015, 2014 bzw. 2013 auf TEUR 55.415, TEUR 66.739 bzw. TEUR 57.153.

Nach Abzug der erhaltenen, nicht rückzahlbaren Projektzuschüsse beliefen sich die Nettoaufwendungen für Forschung und Entwicklung für die Geschäftsjahre 2015, 2014 bzw. 2013 auf TEUR 52.409, TEUR 64.944 bzw. TEUR 54.627.

5. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

in Tausend EUR 20152014 2013
Erhaltene Zuschüsse für Forschung und Entwicklung 3.0061.795 2.526
Erträge aus Vertragsauflösungen mit Kunden 1.9040 225
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen 04 33
Wertaufholung auf Gebäude 2250 0
Gewinne aus Anlagenabgängen 30 43
Versicherungserstattungen 052 22.638
Währungsgewinne 3.389979 746
Sonstige 3251.071 1.399
  8.8523.901 27.610

Im Juni 2013 wurden Vorräte, die sich im Eigentum von AIXTRON befanden, bei einem Feuer in einem Lager eines externen Dienstleisters zerstört. Die ursprünglichen Anschaffungskosten der Vorräte betrugen TEUR 22.284. Der Nettobuchwert war nach der Erfassung einer Wertberichtigung in Höhe von TEUR 17.127 auf TEUR 5.157 reduziert. Die im Zusammenhang mit diesem Vorfall erhaltenen Versicherungserstattungen betrugen TEUR 22.479 und sind im Posten "Versicherungserstattungen" in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Der Nettobuchwert der zerstörten Vorräte wurde erfolgswirksam in den Herstellungskosten erfasst.

In 2015 ergaben sich insgesamt Währungsgewinne in Höhe von TEUR 2.685 (2014 Verlust TEUR 297; 2013 Gewinn TEUR 540), die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wurden (siehe dazu auch Anmerkung 6).

in Tausend EUR 20152014 2013
Währungsgewinne 3.389979 746
Währungsverluste (siehe Anmerkung 6) -704-1.276 -206
Netto Währungsgewinne / -verluste 2.685-297 540
Sonstige Währungsgewinne (-verluste) 2.685-297 540
Netto Währungsgewinne / -verluste 2.685-297 540

6. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

in Tausend EUR 20152014 2013
Währungsverluste 7041.276 206
Außerplanmäßige Abschreibung auf Gebäude 00 9.888
Verluste aus Anlagenabgängen 829 54
Zuführung zu Wertberichtigungen auf Forderungen/Ausbuchung von Forderungen 1.439327 142
Sonstige 842 1.341
  2.1591.674 11.631

7. PERSONALAUFWENDUNGEN

in Tausend EUR 20152014 2013
Löhne und Gehälter 54.03357.403 58.783
Soziale Abgaben 6.7316.560 6.444
Aufwendungen aus beitragsorientierten Pensionsplänen 1.2741.667 1.340
Aufwendungen für aktienbasierte Vergütung 991779 981
63.02966.409 67.548

Die Personalaufwendungen enthalten Restrukturierungskosten für geplante Personalmaßnahmen in einigen Unternehmensbereichen. Folgende Restrukturierungskosten sind in den Aufwendungen enthalten:

in Tausend EUR 2015 20142013
Herstellungskosten 0 7292.096
Vertriebskosten 0 424525
Allgemeine 0 5771.680
Forschungs- und Entwicklungskosten 0 4.086930
0 5.8165.231

8. FINANZERGEBNIS

in Tausend EUR20152014 2013
Zinserträge aus finanziellen Vermögenswerten    
Finanzielle Vermögenswerte bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten7881.168 839
Zinsaufwand aus finanziellen Verbindlichkeiten    
Nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten-220 -313
Finanzergebnis7661.168 526

Zinserträge errechnen sich aus Zinsen auf bis zur Endfälligkeit gehaltene Zahlungsmittel.

9. ERTRAGSTEUERAUFWAND/-ERTRAG

Die folgende Aufgliederung zeigt die ergebniswirksam erfassten Ertragsteueraufwendungen und -erträge.

in Tausend EUR 20152014 2013
Laufender Steueraufwand (+)/Steuerertrag (-)  
für das Geschäftsjahr 2.1644.093 5.697
für Vorjahre -175719 -539
Summe laufender Steueraufwand 1.9894.812 5.158
   
Latenter Steueraufwand (+)/Steuerertrag (-)  
- aus temporären Differenzen 1.157989 55
- aus der Änderung von lokalen Steuersätzen 540 4
- aus Wertaufholungen und Abschreibungen 0-431 584
Summe latenter Steueraufwand 1.211558 643
Ertragsteueraufwand 3.2005.370 5.801

Das Ergebnis vor Ertragsteuern und die Steuern vom Einkommen und Ertrag verteilen sich auf folgende Regionen:

in Tausend EUR 20152014 2013
Ergebnis vor Steuern  
Deutschland -30.749-61.568 -104.284
Außerhalb Deutschlands 4.5194.427 9.069
Summe -25.960-57.141 -95.215
   
Ertragsteueraufwand  
Deutschland 2.1921.249 353
Außerhalb Deutschlands 1.0084.121 5.448
Summe 3.2005.370 5.801

Der effektive Steuersatz der Gesellschaft unterscheidet sich vom gesetzlichen Steuersatz in Deutschland, der Ende 2015 32,80% (2014: 30,55%, 2013: 30,54%) beträgt und sich aus dem inländischen Körperschaftsteuersatz (inkl. Solidaritätszuschlag) und der Gewerbesteuer ergibt.

Die folgende Tabelle stellt die Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Steueraufwand dar:

in Tausend EUR 20152014 2013
Jahresergebnis vor Steuern -25.960-57.141 -95.215
Ertragsteueraufwand (Inlandsteuersatz) -7.928-17.451 -29.079
Effekt aus Steuersatzunterschieden im Ausland -833-2.291 -1.768
Nichtabzugsfähige Aufwendungen 7651.848 338
Nicht berücksichtigte Steueransprüche aus Verlustvorträgen 13.79827.277 36.089
Wertaufholung (-)/Wertberichtigung (+) auf latente Steueransprüche 348-431 662
Aufwand aus Steuersatzänderungen 540 4
Effekt aus der Inanspruchnahme von Verlustvorträgen -4.113-1.390 -1.752
Effekt aus permanenten Differenzen -63-24 -25
Sonstiges 1.172-2.168 1.332
Ertragsteueraufwand 3.2005.370 5.801
Effektiver Steuersatz -12,3%-9,4% -6,1%

10. KURZFRISTIGE FORDERUNGEN UND VERBINDLICHKEITEN AUS LAUFENDEN STEUERN

Aufgrund zu hoher bzw. zu niedriger Steuervorauszahlungen in der laufenden bzw. früheren Perioden bestehen zum 31. Dezember 2015 Forderungen aus laufenden Steuern in Höhe von TEUR 2.538 (2014: TEUR 543) bzw. Verbindlichkeiten aus laufenden Steuern in Höhe von TEUR 2.874 (2014: TEUR 1.969).

11. SACHANLAGEN

ENTWICKLUNG DER SACHANLAGEN

in Tausend EUR Grundstücke und Gebäude Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-ausstattung Anlagen im Bau Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten          
Stand am 1. Januar 2014 63.539 78.715 19.755 4.291 166.300
Zugänge 428 2.894 644 8.681 12.647
Abgänge 29 504 2.172 47 2.752
Umbuchungen 119 3.200 130 -3.474 -25
Effekt aus Währungsumrechnung 311 2.452 271 153 3.187
Stand am 31. Dezember 2014 64.368 86.757 18.628 9.604 179.357
 
Stand am 1. Januar 2015 64.368 86.757 18.628 9.604 179.357
Zugänge 344 10.935 416 829 12.524
Zugänge Unternehmenserwerbe 0 52 0 0 52
Abgänge 76 8.572 2.918 0 11.566
Umbuchungen 17 4.355 139 -4.521 -10
Effekt aus Währungsumrechnung 304 2.346 297 293 3.240
Stand am 31. Dezember 2015 64.957 95.873 16.562 6.205 183.597
 
Abschreibungen
Stand am 1. Januar 2014 20.903 51.647 13.884 0 86.434
Planmäßige Abschreibungen des Geschäftsjahres 1.940 11.762 1.889 0 15.591
Abgänge 16 400 2.146 0 2.562
Effekt aus Währungsumrechnung 204 2.151 240 0 2.595
Stand am 31. Dezember 2014 23.031 65.160 13.867 0 102.058
 
Stand am 1. Januar 2015 23.031 65.160 13.867 0 102.058
Planmäßige Abschreibungen des Geschäftsjahres 1.847 5.391 1.566 342 9.146
Wertaufholungen 225 0 0 0 225
Abgänge 76 8.434 2.896 0 11.406
Effekt aus Währungsumrechnung 208 2.250 244 -10 2.692
Stand am 31. Dezember 2015 24.785 64.367 12.781 332 102.265
 
Buchwerte
zum 1. Januar 2014 42.636 27.068 5.871 4.291 79.866
zum 31. Dezember 2014 41.337 21.597 4.761 9.604 77.299
 
zum 1. Januar 2015 41.337 21.597 4.761 9.604 77.299
zum 31. Dezember 2015 40.172 31.506 3.781 5.873 81.332

PLANMÄSSIGE ABSCHREIBUNGEN

Die planmäßigen Abschreibungen betragen TEUR 9.146 für das Geschäftsjahr 2015 und TEUR 15.591 bzw. TEUR 16.314 für 2014 bzw. 2013.
Die Nutzungsdauern der Vermögenswerte werden in jedem Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit IAS 16 überprüft. In den Fällen, in denen es zu einer Anpassung der Restnutzungsdauern kam, führte dies in 2015 zu Abschreibungen, die um TEUR 0 (2014: TEUR 561, 2013: TEUR 2.160) höher waren, als wenn die Nutzungsdauern nicht angepasst worden wären. Die Anpassung der Nutzungsdauer beziehen sich auf Laboranlagen, die nicht mehr verwendet werden.

AUSSERPLANMÄSSIGE ABSCHREIBUNGEN

In den Geschäftsjahren 2015 und 2014 fielen keine außerplanmäßigen Abschreibungen an.

Im Geschäftsjahr 2013 wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 9.888 auf ein Gebäude in Herzogenrath, Deutschland, sowie auf in diesem Gebäude enthaltene spezifische technische Anlagen erfasst. Die außerplanmäßigen Abschreibungen sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen sowie in AIXTRONs Operativem Segment enthalten. In 2013 entschied die Gesellschaft, die wesentlichen Geschäftsaktivitäten vom bisherigen Produktions- und Verwaltungsgebäude in der Kaiserstraße in Herzogenrath in ein nahegelegenes und für AIXTRON Zwecke errichtetes Gebäude zu verlegen. In der Konsequenz wurde der erzielbare Betrag des Gebäudes als der beizulegende Zeitwert abzüglich der Kosten der Veräußerung neu ermittelt; dieser betrug TEUR 5.500.

Die Wertermittlung wurde durch einen qualifizierten Sachverständigen (CIA Immobiliengutachter HypZert für finanzwirtschaftliche Zwecke) ermittelt und entspricht Inputfaktoren auf Stufe 2 im Sinne des IFRS 13. Bei der Wertermittlung wurden Erfahrungswerte mit vergleichbaren Immobiliengeschäften zugrunde gelegt. Der durch den Sachverständigen in 2013 ermittelte Marktwert in Höhe von TEUR 5.670 wurde um Kosten der Veräußerung in Höhe von TEUR 170 reduziert.

Basierend auf der Bewertung per Ende 2013 wurde das Bewertungsgutachten per Ende 2015 aktualisiert. Der Buchwert des Gebäudes beträgt nun TEUR 5.070 abzüglich Veräußerungskosten in Höhe von TEUR 152. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Wertaufholungen in Höhe von TEUR 225 enthalten, die aus der Aktualisierung dieser Bewertung resultieren.

Das Gebäude soll in der nahen Zukunft zum Verkauf angeboten werden.

ANLAGEN IM BAU

Die Anlagen im Bau betreffen in 2015 und 2014 im Wesentlichen selbst erstellte Laboranlagen.

12. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

ENTWICKLUNG DER IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTE

in Tausend EUR Geschäfts- und Firmenwert Patente und ähnliche Rechte Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten      
Stand am 1. Januar 2014 81.504 36.833 118.337
Zugänge 0 759 759
Abgänge 0 1.990 1.990
Umbuchungen 0 25 25
Effekt aus Währungsumrechnung 982 2.620 3.602
Stand am 31. Dezember 2014 82.486 38.247 120.733
 
Stand am 1. Januar 2015 82.486 38.247 120.733
Zugänge 0 696 696
Zugänge Unternehmenserwerbe 10.515 4.655 15.170
Umbuchungen 0 10 10
Effekt aus Währungsumrechnung 867 2.604 3.471
Stand am 31. Dezember 2015 93.868 46.212 140.080
 
Abschreibungen
Stand am 1. Januar 2014 17.389 33.775 51.164
Planmäßige Abschreibungen des Geschäftsjahres 0 1.409 1.409
Abgänge 0 1.990 1.990
Effekt aus Währungsumrechnung 284 2.595 2.879
Stand am 31. Dezember 2014 17.673 35.789 53.462
 
Stand am 1. Januar 2015 17.673 35.789 53.462
Planmäßige Abschreibungen des Geschäftsjahres 0 1.430 1.430
Effekt aus Währungsumrechnung 293 2.601 2.894
Stand am 31. Dezember 2015 17.966 39.820 57.786
 
Buchwerte
zum 1. Januar 2014 64.115 3.058 67.173
zum 31. Dezember 2014 64.813 2.458 67.271
 
zum 1. Januar 2015 64.813 2.458 67.271
zum 31. Dezember 2015 75.902 6.392 82.294

PLANMÄSSIGE UND AUßERPLANMÄSSIGE ABSCHREIBUNGEN AUF SONSTIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Die planmäßigen Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte werden wie folgt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst:

in Tausend EUR 20152014 2013
  planmäßigplanmäßig planmäßig
Herstellungskosten 20 0
Vertriebskosten 01 1
Verwaltungskosten 8611.261 1.461
Forschung und Entwicklung 570147 147
  1.4331.409 1.609

Außerplanmäßige Abschreibungen sowie Wertaufholungen waren in den Geschäftsjahren 2015, 2014 und 2013 nicht vorzunehmen.

Die in den Folgejahren erwarteten Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte stellen sich wie folgt dar:

in Tausend EUR  
2016 1.274
2017 975
2018 815
2019 718
2020 580
Nach 2020 2.030

Die tatsächlichen Abschreibungen können von den erwarteten Abschreibungen abweichen.

ERLÄUTERUNG DER AUSSERPLANMÄSSIGEN ABSCHREIBUNGEN AUF GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTE

Zum Ende des Geschäftsjahres 2015 ermittelte die Gesellschaft den erzielbaren Betrag des Geschäfts- oder Firmenwerts und kam zu dem Ergebnis, dass keine Wertminderung zu erfassen ist (2014: TEUR 0; 2013: TEUR 0).

Der Buchwert des Firmenwerts beträgt TEUR 75.902 (2014: TEUR 64.813, 2013: TEUR 64.115).

Die zahlungsmittelgenerierende Einheit, der der Firmenwert zugeordnet wurde, war zum Ende des Geschäftsjahres 2015 das Geschäftssegment Halbleiterprodukte des AIXTRON Konzern.

Der erzielbare Betrag dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheit wurde anhand des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten bestimmt. Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, den man in einer gewöhnlichen Transaktion zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag beim Verkauf eines Vermögenswertes erhalten würde oder bei der Übertragung einer Schuld zu zahlen hätte. Da AIXTRON nur eine zahlungsmittelgenerierende Einheit hat, wurde die Marktkapitalisierung dieser abzüglich der Veräußerungskosten und zuzüglich eines Aufschlags für die Beherrschung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes herangezogen. Hierbei handelt es sich um Stufe 2 der Hierarchie der Bewertungstechniken für den beizulegenden Zeitwert in IFRS 13.

Zum 31. Dezember 2015 beträgt die Marktkapitalisierung von AIXTRON EUR 460,6 Millionen, berechnet auf der Basis eines Aktienkurses von Euro 4,128 und 111.581.783 ausgegebenen Aktien (exklusive eigener Anteile) . Es wurden Kosten in Höhe von 1,5% für eine gewöhnliche Verkaufstransaktion angesetzt.

Im Rahmen einer Unternehmensakquisition fällt ein Zuschlag für die Beherrschung an, der üblicherweise zwischen 20% und 40% beträgt. Im Wertminderungstest des Geschäftsjahres wurde für die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts ein Beherrschungszuschlag in Höhe von 20% zur Marktkapitalisierung aufgeschlagen. Die Marktkapitalisierung wurde vor dem Vergleich mit dem Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit um die Nettoverschuldung und die Steuern angepasst. Der beizulegende Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten der zahlungsmittelgenerierenden Einheit übersteigt den Buchwert. Infolgedessen ist der Geschäfts- oder Firmenwert nicht außerplanmäßig abzuschreiben.

in Millionen EUR Wert-
minderungs-
Test
Wert-
minderungs-
Test
Sensitivitäts-
analyse
Sensitivitäts-
analyse
  2015 2014 20152015
      Ohne Aufschlag
für Beherr-
schung
Mit Aufschlag
für Beherr-
schung
Marktkapitalisierung zum 31. Dezember 460,6 1.045,6 402,5335,5
Veräußerungskosten in Prozent 1,50% 1,50% 1,50%1,50%
Veräußerungskosten -6,9 -15,7 -6,0-5,0
Marktkapitalisierung (Beizulegender Zeitwert) abzüglich Veräußerungskosten 453,7 1.029,9 396,5330,4
Aufschlag für die Beherrschung in Prozent 20,00% 20,00% 0,00%20,00%
Aufschlag für die Beherrschung 90,7 206,0 0,066,1
Marktkapitalisierung (Beizulegender Zeitwert) inklusive dem Aufschlag für die Beherrschung abzüglich Veräußerungskosten 544,4 1.235,9 396,5396,5
Nettoverschuldung -209,4 -268,1 -209,4-209,4
Steuern -3,0 -2,8 -3,0-3,0
Beizulegender Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten der zahlungsmittelgenerierenden Einheit 332,0 965,0 184,1184,1
Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit 184,1 144,8 184,1184,1
Überschuss des beizulegenden Zeitwerts über dem Buchwert 147,9 820,2 0,00,0
Überschuss des beizulegenden Zeitwerts über dem Buchwert in Prozent 80% 566% 0%0%

Der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten entspricht dem erzielbaren Betrag und übersteigt den Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit um 80% (2014: 566%)

Eine Sensitivitätsanalyse der Überprüfung von Wertminderungen ohne Berücksichtigung des Aufschlages für die Beherrschung zeigt, dass der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit gleich dem erzielbaren Betrag wäre, wenn die Marktkapitalisierung von AIXTRON um 13% (2014: 60%) auf EUR 402,5 Millionen oder EUR 3,61 pro Aktie (2014: EUR 422,0 Millionen, EUR 3,78 pro Aktie) fallen sollte. Eine Sensitivitätsanalyse des Wertminderungstests unter Berücksichtigung eines Aufschlages für die Beherrschung in Höhe von 20% bzw. 40% zeigt, dass der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit gleich dem erzielbaren Betrag wäre, wenn der Aktienkurs von AIXTRON EUR 3,01 bzw. EUR 2,58 beträgt (2014: 20%, EUR 3,15; 40%, EUR 2.70).

13. SONSTIGE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte in Höhe von insgesamt TEUR 630 (2014: TEUR 382) beinhalten im Wesentlichen Mietkautionen für Gebäude.

14. LATENTE STEUERANSPRÜCHE UND LATENTE STEUERSCHULDEN

ERFASSTE LATENTE STEUERANSPRÜCHE UND STEUERSCHULDEN

Die Bildung von aktiven latenten Steuern erfolgt auf der Ebene einzelner Konzerngesellschaften, in denen im laufenden oder im vorangegangenen Geschäftsjahr ein Verlust erzielt wurde, nur insoweit, als die Inanspruchnahme in zukünftigen Perioden wahrscheinlich ist. Als Nachweis für die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme werden Planungsrechnungen sowie die aktuelle Geschäftsentwicklung der relevanten Gesellschaften in Erwägung gezogen. Im Geschäftsjahr 2015 waren latente Steuerforderungen in Höhe von TEUR 1.542 (2014: TEUR 2.281) bilanziert, die auf Gesellschaften entfielen, die im laufenden oder im vorangegangenen Geschäftsjahr einen Verlust auswiesen.

Darüber hinaus waren zum 31. Dezember 2015 latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 161.068 (2014: TEUR 129.544) und auf temporäre Differenzen in Höhe von TEUR 19.555 (2014: TEUR 12.164) unberücksichtigt. Von den unberücksichtigten Verlustvorträgen sind TEUR 139.853 unverfallbar (2014: TEUR 110.550), TEUR 0 verfallen bis 2020 (2014: TEUR 0 bis 2019) und TEUR 21.215 verfallen nach 2020 (2014: TEUR 18.994 nach 2019).

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der temporären Differenzen während des Geschäftsjahres:

in Tausend EUR Vermögenswerte Schulden Saldo
  2015 2014 2015 2014 2015 2014
Sachanlagen 185 624 0 0 185 624
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1 -29 0 0 1 -29
Vorräte 473 939 0 0 473 939
Leistungen an Arbeitnehmer 257 318 0 0 257 318
Währungsausgleichsposten 9 -37 0 0 9 -37
Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten 74 80 0 0 74 80
Sonstiges -35 -56 0 -34 -35 -90
Steuerliche Verlustvorträge 2.278 2.281 0 0 2.278 2.281
Latente Steueransprüche (+)/ -schulden (-) 3.242 4.120 0 -34 3.242 4.086
in Tausend EUR Stand am 1. Januar 2015 Erfolgswirksam erfasst Direkt im Sonstigen Ergebnis erfasst Stand am 31. Dezember 2015
Sachanlagen 624 -439 0 185
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -29 30 0 1
Vorräte 939 -466 0 473
Leistungen an Arbeitnehmer 318 -61 0 257
Währungsausgleichsposten -37 -320 366 9
Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten 80 -6 0 74
Sonstiges -90 55 0 -35
Steuerliche Verlustvorträge 2.281 -3 0 2.278
4.086 -1.210 366 3.242
in Tausend EUR Stand am 1. Januar 2014 Erfolgswirksam erfasst Direkt im Sonstigen Ergebnis erfasst Stand am 31. Dezember 2014
Sachanlagen 124 500 0 624
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 693 -722 0 -29
Vorräte 959 -20 0 939
Leistungen an Arbeitnehmer 209 109 0 318
Währungsausgleichsposten 29 -397 331 -37
Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten 53 27 0 80
Immaterielle Vermögenswerte -711 711 0 0
Sonstiges -371 281 0 -90
Steuerliche Verlustvorträge 3.328 -1.047 0 2.281
  4.313 -558 331 4.086

15. LANGFRISTIGE FORDERUNGEN AUS LAUFENDEN STEUERN

In den langfristigen Forderungen aus laufenden Steuern sind Forderungen aus einem bestehenden Körperschaftsteuerguthaben enthalten. Das Körperschaftsteuerguthaben wird über einen Zeitraum von fünf Jahren verteilt ausgezahlt. Der ausgewiesene Betrag entfällt auf Forderungen, die mehr als ein Jahr nach dem Bilanzstichtag fällig werden.

16. VORRÄTE

in Tausend EUR 2015 2014
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe   37.259 32.019
Unfertige Erzeugnisse und Leistungen   20.615 42.269
Vorratsbestände beim Kunden   12.943 7.406
    70.817 81.694
in Tausend EUR Anhang 2015 2014
Materialaufwand 3 95.143 134.940
Erfolgswirksam erfasste Wertaufholungen des Geschäftsjahres 3 -10.372 -32.018
    84.771 102.922
Abschreibungen auf Vorräte im Geschäftsjahr 3 4.141 3.016
Vorräte bewertet zum Nettoveräußerungswert   10.312 5.665
Buchwert der Vorräte, die als Sicherheit für Verbindlichkeiten verpfändet sind   0 0

Die erfolgswirksam erfassten Wertaufholungen der Geschäftsjahre 2015 und 2014 betreffen im wesentlichen Vorräte, die zuvor auf ihren Nettoveräußerungserlös abgeschrieben wurden und die in späteren Perioden verkauft wurden.

17. FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

in Tausend EUR 2015 2014
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 28.366 27.269
Wertberichtigungen -2.410 -945
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - netto 25.956 26.324
Aktive Rechnungsabgrenzung 1.551 1.152
Erstattung von Forschungs- und Entwicklungskosten 1.310 1.485
Geleistete Anzahlungen an Lieferanten 919 2.010
Umsatzsteuererstattungsansprüche 1.046 1.865
Sonstige Forderungen 865 1.211
Summe sonstige Vermögenswerte 5.691 7.723
  31.647 34.047

Die Zuführung zu den Wertberichtigungen auf Forderungen wird in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen; die Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Die Wertberichtigungen haben sich wie folgt entwickelt:

in Tausend EUR 2015 2014
Wertberichtigungen zum 1. Januar 945 1.821
Währungsdifferenzen 16 21
Realisierte Verluste aus Wertminderungen 1.509 2
Inanspruchnahme 0 -866
Wertaufholungen -60 -33
Wertberichtigungen zum 31. Dezember 2.410 945

Altersstruktur von überfälligen, aber nicht wertgeminderten Forderungen:

in Tausend EUR 2015 2014
1 - 90 Tage überfällig 2.534 1.891
Mehr als 90 Tage überfällig 3.200 2.084

Aufgrund der weltweiten geografischen Streuung ist das Kreditrisiko für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen diversifiziert. Die Gesellschaft verlangt generell keine Sicherheiten für finanzielle Vermögenswerte. Jedoch werden, wie im Handel mit Investitionsgütern üblich, beim Verkauf von Anlagen in der Regel unwiderrufliche Akkreditive und Anzahlungen eingefordert, um das Kreditrisiko zu verringern.

Vom Gesamtbetrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entfielen zum Bilanzstichtag auf einen Kunden mehr als 22% der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Auf keinen weiteren Kunden entfielen im Geschäftsjahr 2015 mehr als 10% der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. In 2014 entfielen auf 4 Kunden mehr als 10% der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, im Einzelnen 30,4%, 16,2%, 11,5% und 10,5% der Forderungen. Bei der Ermittlung des Konzentrationsrisikos werden verschiedene Handelspartner zusammengefasst, wenn es sich dabei um verbundene Unternehmen handelt.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Stichtag überfällige Forderungen, für die keine Risikovorsorge getroffen wurde, in Höhe von TEUR 5.734 (2014: TEUR 3.975) enthalten. Obwohl die jeweiligen Forderungssalden nicht gesichert sind, sind nach Einschätzung der Gesellschaft diese Beträge im vollen Umfang einbringlich, da keine wesentliche Verschlechterung der Kreditfähigkeit eingetreten ist.

Bei der Bestimmung von möglicherweise wertgeminderten finanziellen Vermögenswerten berücksichtigt die Gesellschaft die Wahrscheinlichkeit der Einbringlichkeit auf der Grundlage von Überfälligkeiten bestimmter Forderungen. Weiterhin wird eine Beurteilung der Fähigkeit aller Vertragspartner, ihren Verpflichtungen nachzukommen, vorgenommen.

18. SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

Bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 93.089 (2014: TEUR 151.494) handelt es sich um Festgeldanlagen bei Banken mit einer Laufzeit von mehr als 3 Monaten bei Vertragsabschluss.

Die Analyse der Laufzeiten von Festgeldern zum 31. Dezember 2015 und 2014 stellt sich wie folgt dar:

in Tausend EUR 2015 2014
Festgelder mit einer Laufzeit bis zu 180 Tagen 93.089 111.494
Festgelder mit einer Laufzeit zwischen 181 und 365 Tagen 0 40.000
  93.089 151.494

19. LIQUIDE MITTEL

in Tausend EUR 2015 2014
Kassenbestand 5 3
Guthaben bei Kreditinstituten 116.300 116.577
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 116.305 116.580

Liquide Mittel beinhalten kurzfristige Festgeldanlagen mit einer Laufzeit von 3 Monaten oder weniger bei Vertragsabschluss. Der Buchwert entspricht dem beizulegenden Zeitwert.

Guthaben bei Kreditinstituten waren weder zum Bilanzstichtag des Geschäftsjahres noch des Vorjahres als Sicherheit hinterlegt.

20. EIGENKAPITAL

GEZEICHNETES KAPITAL

  2015 2014
Stand am 1. Januar 112.694.555 112.613.445
Kapitalerhöhung 25.800 81.110
Gezeichnetes und eingezahltes Kapital (inklusive eigener Anteile) am 31. Dezember 112.720.355 112.694.555
Abzüglich der eigenen Anteile -1.138.572 -1.103.519
Gezeichnetes und eingezahltes Kapital nach IFRS am 31. Dezember 111.581.783 111.591.036

Das Grundkapital der Gesellschaft setzt sich ausschließlich aus nennwertlosen Stückaktien zusammen und war sowohl im Geschäfts- als auch im Vorjahr vollständig eingezahlt. Jede Stückaktie entspricht einem rechnerischen Anteil von EUR 1,00 am Grundkapital.

GENEHMIGTE ANTEILE

Die genehmigten Anteile beliefen sich inklusive Grundkapital, genehmigtem und bedingtem Kapital auf EUR 219.214.144 (2014: EUR 219.214.144).

KAPITALRÜCKLAGE

Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen Aufgelder aus Kapitalerhöhungen sowie den kumulierten Personalaufwand aus den aktienbasierten Vergütungen.

In den Geschäftsjahren 2015 und 2014 wurden Aktien ausschließlich aufgrund der Ausübung von Aktienoptionen ausgegeben.

Das in der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals dargestellte Kapital entspricht dem durch das Unternehmen gemanagte Kapital. Das Unternehmen betrachtet die Kapitalausstattung als angemessen.

IM SONSTIGEN ERGEBNIS ERFASSTE ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN

in Tausend EUR Währungs-
umrechnung
Gesamt
Stand am 31. Dezember 2012 -2.553 -2.553
Veränderung Währungsumrechnung -6.130 -6.130
Stand am 31. Dezember 2013 -8.683 -8.683
Veränderung Währungsumrechnung 11.815 11.815
Stand am 31. Dezember 2014 3.132 3.132
Veränderung Währungsumrechnung 9.117 9.117
Stand am 31. Dezember 2015 12.249 12.249

Der Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung umfasst alle Differenzen aus der Umrechnung der Jahresabschlüsse ausländischer Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist.

21. ERGEBNIS JE AKTIE

UNVERWÄSSERTES ERGEBNIS JE AKTIE

Zur Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie wird die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während des Berichtzeitraums in Umlauf befindlichen Stammaktien zugrunde gelegt.

VERWÄSSERTES ERGEBNIS JE AKTIE

Die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie basiert auf der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien sowie der Stammaktien mit eventuellem Verwässerungseffekt aus der Ausübung von Aktienoptionen im Rahmen des Aktienoptionsprogramms.

  2015 2014 2013
Ergebnis je Aktie      
Jahresfehlbetrag / Jahresüberschuss, der den Gesellschaftern der
AIXTRON SE zurechenbar ist, in TEUR
-29.160 -62.511 -101.016
Gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien zum Zweck
der Berechnung des Ergebnis des Aktie
111.583.480 112.107.905 103.016.618
Unverwässertes Ergebnis je Aktie in (EUR) -0,26 -0,56 -0,98
Verwässertes Ergebnis je Aktie
Jahresfehlbetrag / Jahresüberschuss, der den Gesellschaftern der
AIXTRON SE zurechenbar ist, in TEUR
-29.160 -62.511 -101.016
Gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien zum Zweck
der Berechnung des Ergebnis des Aktie
111.583.480 112.107.905 103.016.618
Verwässerungseffekt von Aktienoptionen 0 0 0
Gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien zum Zweck
der Berechnung des Ergebnis des Aktie (verwässert)
111.583.480 112.107.905 103.016.618
Verwässertes Ergebnis je Aktie in (EUR) -0,26 -0,56 -0,98

Nachstehende ausgegebene Wertpapiere wurden bei der Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie nicht berücksichtigt, da ihr Effekt der Verwässerung entgegenwirken würde:

Anzahl der Aktien 2015 2014 2013
Aktienoptionen 2.891.815 3.521.639 3.289.025

22. LEISTUNGEN AN ARBEITNEHMER

BEITRAGSORIENTIERTE PLÄNE

Die Gesellschaft gewährt ihren berechtigten Arbeitnehmern Zuschüsse zu Altersversorgungsmaßnahmen im Rahmen von verschiedenen beitragsorientierten Pensionsplänen. Die im Rahmen dieser Verträge anfallenden Aufwendungen entfallen im Wesentlichen auf zwei Pensionspläne bei Tochtergesellschaften. Die einzuzahlenden Beträge dürfen 10% des Grundgehalts der teilnahmeberechtigten Mitarbeiter nicht übersteigen. Im Geschäftsjahr 2015 belief sich der Aufwand aus Beitragszahlungen im Rahmen von beitragsorientierten Plänen auf TEUR 1.274 (2014: TEUR 1.667, 2013: TEUR 1.340).

Zusätzlich zu diesen Altersvorsorgemaßnahmen ist die Gesellschaft in den meisten Ländern, in denen sie tätig ist, verpflichtet, Beiträge in staatliche Rentenversicherungssysteme zu leisten. Dabei ist ein bestimmter Prozentsatz der Lohn- und Gehaltskosten als Beitrag zu zahlen. Die Verpflichtung der Gesellschaft besteht allein in der Zahlung der Beiträge.

23. AKTIENBASIERTE VERGÜTUNGEN

Die Gesellschaft verfügt über verschiedene Aktienoptionsprogramme, nach denen Stammaktien und AIXTRON American Depository Shares (ADS) an Vorstandsmitglieder, Führungskräfte und Mitarbeiter der Gesellschaft ausgegeben werden können. Jede AIXTRON ADS repräsentiert das wirtschaftliche Eigentum an einer AIXTRON Stammaktie. Im Folgenden werden diese Pläne erläutert:

AIXTRON AKTIENOPTIONSPROGRAMM 1999

Im Mai 1999 wurden Optionen zum Erwerb von 3.000.000 Stammaktien genehmigt (nach Inkrafttreten von Kapitalerhöhungen, Aktiensplitts und der Euro-Umstellung). Die Aktienoptionen können letztmals nach Ablauf von 15 Jahren seit ihrer Ausgabe ausgeübt werden. Gemäß den Bedingungen des Programms von 1999 werden Optionen zu einem Preis in Höhe des durchschnittlichen Schlusskurses der letzten 20 Handelstage an der Frankfurter Wertpapierbörse vor dem Gewährungstag gewährt. Im Rahmen dieses Programms waren zum 31. Dezember 2015 Optionen für den Kauf von 644.000 Stammaktien im Umlauf.

AIXTRON AKTIENOPTIONSPROGRAMM 2002

Im Mai 2002 wurden Optionen zum Erwerb von 3.511.495 Stammaktien genehmigt. Die Optionen sind in gleichen Tranchen zu je 25% pro Jahr mit Ablauf des zweiten Jahres nach Gewährung ausübbar. Die Optionen verfallen zehn Jahre nach ihrer Gewährung. Gemäß den Bedingungen des Programms von 2002 werden die Optionen zu einem Preis in Höhe des durchschnittlichen Schlusskurses der letzten 20 Handelstage an der Frankfurter Wertpapierbörse vor dem Gewährungstag gewährt, zuzüglich einer Prämie von 20% des durchschnittlichen Schlusskurses. Es wurden keine Optionen zu einem Ausübungspreis unterhalb des Marktwerts gewährt. Zum 31. Dezember 2015 waren im Rahmen dieses Programms insgesamt 108.750 Optionen für den Kauf von ebenso vielen Stammaktien im Umlauf.

AIXTRON AKTIENOPTIONSPROGRAMM 2007

Im Mai 2007 wurden 3.919.374 Aktienoptionen zum Ankauf von Stammaktien ausgegeben. Die Hälfte der zugeteilten Aktienoptionen kann dabei nach einer Wartezeit von mindestens zwei Jahren ausgeübt werden, weitere 25% nach mindestens drei Jahren und die verbleibenden 25% nach mindestens vier Jahren. Die Optionen verfallen zehn Jahre nach Gewährung. Gemäß den Bedingungen des Programms von 2007 werden die Optionen zu einem Preis in Höhe des durchschnittlichen Schlusskurses der letzten 20 Handelstage an der Frankfurter Wertpapierbörse vor dem Gewährungstag zuzüglich 20% gewährt. Insgesamt waren am 31. Dezember 2015 1.113.665 Optionen für den Kauf von ebenso vielen Stammaktien im Rahmen dieses Programms im Umlauf.

AIXTRON AKTIENOPTIONSPROGRAMM 2012

Im Mai 2012 wurden Aktienoptionen zum Ankauf von Stammaktien ausgegeben. Die zugeteilten Aktienoptionen können dabei nach einer Wartezeit von mindestens vier Jahren ausgeübt werden. Die Optionen verfallen zehn Jahre nach Gewährung. Gemäß den Bedingungen des Programms von 2012 werden die Optionen zu einem Preis in Höhe des durchschnittlichen Schlusskurses der letzten 20 Handelstage an der Frankfurter Wertpapierbörse vor dem Gewährungstag zuzüglich 30% gewährt. Insgesamt waren am 31. Dezember 2015 1.025.400 Optionen für den Kauf von ebenso vielen Stammaktien im Rahmen dieses Programms im Umlauf.

GENUS AKTIENOPTIONSPROGRAMM 2000

Mit Erwerb der Genus, Inc. übernahm die Gesellschaft das Genus-Incentive-Aktienoptionsprogramm 2000. Am Tag des Unternehmenszusammenschlusses mit der Genus, Inc. waren im Rahmen dieses Plans Optionen genehmigt worden, die zum Erwerb von 2.013.487 AIXTRON ADS berechtigten. Vor dem 3. Oktober 2003 gewährte Optionen haben eine Sperrfrist von drei Jahren und eine Laufzeit von fünf Jahren ab Zeichnungsdatum. Nach dem 3. Oktober 2003 gewährte Optionen haben eine Sperrfrist von vier Jahren und eine Laufzeit von zehn Jahren ab Zeichnungsdatum. Weitere Ausübungsbedingungen bestehen nicht.

Am 31. Dezember 2015 waren keine Optionen für den Bezug von AIXTRON ADS im Rahmen dieses Programms ausstehend.

ZUSAMMENFASSUNG DER AKTIENOPTIONSGESCHÄFTE

AIXTRON AKTIENOPTIONEN

AIXTRON Aktienoptionen Anzahl der Aktien Durchschnittlicher Ausübungspreis (EUR) Anzahl der Aktien Durchschnittlicher Ausübungspreis (EUR)
  2015 2014
Stand am 1. Januar 3.521.639 21,02 3.283.435 23,47
Im Berichtsjahr gewährt 0 0 1.150.400 13,19
Im Berichtsjahr ausgeübt 25.800 4,08 81.110 5,53
Im Berichtsjahr verwirkt 604.024 42,61 831.086 21,35
Ausstehend am Periodenende 2.891.815 16,67 3.521.639 21,02
Ausübbar am Periodenende 1.214.165 20,46 1.564.214 28,91

GENUS AKTIENOPTIONEN

Genus Aktienoptionen Anzahl der Aktien Durchschnittlicher Ausübungspreis (USD) Anzahl der Aktien Durchschnittlicher Ausübungspreis (USD)
  2015 2014
Stand am 1. Januar 0 5.590 6,55
Im Berichtsjahr verwirkt 0 5.590 6,55
Ausstehend am Periodenende 0 0 0,00
Ausübbar am Periodenende 0 0 0,00

AIXTRON AKTIENOPTIONEN AM 31. DEZEMBER 2015

Ausübungspreis (EUR) Anzahl der potenziellen Aktien aus ausstehenden Optionen Anzahl der auf ausübbare Optionen entfallenden Aktien Durchschnittliche Restlaufzeit (in Jahren)
26.93 252,000 0 0.5
7.48 392,000 0 1.5
3.83 108,750 108,750 0.5
10.09 119,125 119,125 2.0
4.17 83,415 83,415 3.0
24.60 425,825 425,825 4.0
26.60 452,300 452,300 5.0
12.55 8,000 6,000 6.0
15.75 25,000 18,750 7.0
14.01 41,000 0 9.0
13.14 984,400 0 9.0
2,891,815 1,214,165

BEWERTUNGSANNAHMEN ZUR ERMITTLUNG DER ZEITWERTE DER AKTIENOPTIONEN UND DES AUFWANDS AUS AKTIENOPTIONEN

Der beizulegende Zeitwert von Personalleistungen wird mit dem Zeitwert der im Gegenzug für die erbrachte Leistung gewährten Aktienoptionen bewertet. Der Zeitwert der Aktienoptionen wird anhand eines mathematischen Modells ermittelt. Dabei werden gemäß den Anwendungs­vorschriften von IFRS 2 nur die Optionen bewertet, die nach dem 7. November 2002 ausgegeben wurden. Im Geschäftsjahr 2015 ergab sich ein Personalaufwand aus allen anteilsbasierten Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente in Höhe von TEUR 991 (2014: TEUR 779, 2013: TEUR 981).

Zum 31. Dezember 2015 ist für die zu diesem Zeitpunkt noch ausstehenden Optionen Aufwand in Höhe von TEUR 2.649 noch nicht erfasst. Dieser Aufwand wird bis zum Geschäftsjahr 2018 als Personalaufwand erfasst werden, und zwar voraussichtlich in 2016 TEUR 980, in 2017  TEUR 975 und in 2018 TEUR 694.

AIXTRON AKTIENOPTIONEN GEWÄHRT

  in 2014
(Oktober)
in 2014
(Juni)
Zeitwert zum Zusagezeitpunkt 3,79 € 4,26 €
Preis je Aktie 10,11 € 10,77 €
Ausübungspreis 13,14 € 14,01 €
Erwartete Volatilität 50,53% 50,92%
Laufzeit der Option in Jahren 10 10
Erwartete Dividendenzahlungen 0,13 € 0,13 €
Risikoloser Zinssatz 1,03% 1,46%

Die erwartete Volatilität wird aus der historisch beobachteten Volatilität abgeleitet.

24. RÜCKSTELLUNGEN

Entwicklung und Zusammensetzung der Rückstellungen:

in Tausend EUR 01.01.2015 Wechsel.
kurs-
In-
anspruch-
nahme
Auflösung Zuführung 31.12.2015 kurzfristig langfristig
Personal 9.666 244 4.830 2.273 2.817 5.624 5.624 0
Gewährleistungen 7.683 51 6.807 0 5.539 6.466 5.381 1.085
Drohverlust 3.352 70 3.352 5 2.571 2.636 2.636 0
Provisionen 682 7 508 174 418 425 425 0
Sonstige 7.880 163 6.134 1.228 5.655 6.336 6.116 220
Summe 29.263 535 22.754 3.680 18.123 21.487 20.182 1.305

PERSONALRÜCKSTELLUNGEN

Die Personalrückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Urlaub, Gehaltskosten und Abfindungen als finanzielle Verbindlichkeiten.

DROHVERLUSTRÜCKSTELLUNGEN

Die Drohverlustrückstellungen beinhalten Rückstellungen im Zusammenhang mit vertraglichen Vereinbarungen, bei denen die unvermeidbaren Kosten zur Erfüllung den zu erwartenden wirtschaftlichen Nutzen des Vertrages übertreffen. Dies betrifft im Wesentlichen Abnahmeverpflichtungen von Materialen die über dem prognostizierten zukünftigen Bedarf liegen.

PROVISIONEN

Provisionen werden an Vertriebspartner gezahlt und werden als finanzielle Verbindlichkeiten erfasst.

GEWÄHRLEISTUNGEN

Unter den Gewährleistungen werden die während der normalen Gewährleistungsfrist geschätzten, unvermeidbaren Kosten für Lieferung von Ersatzteilen und Serviceleistungen erfasst.

SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen die geschätzten Aufwendungen für empfangene Dienstleistungen.

Es wird erwartet, dass sowohl zum 31. Dezember 2015 als auch zum 31. Dezember 2014 die kurzfristigen Rückstellungen innerhalb eines Jahres und die langfristigen Rückstellungen innerhalb des zweiten Jahres nach dem jeweiligen Bilanzstichtag in Anspruch genommen werden.

25. VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN

Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

in Tausend EUR 2015 2014
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.814 16.397
Sonstige Verbindlichkeiten aus Zuschüssen 2.665 2.015
Verbindlichkeiten Lohn- und Kirchensteuer, Sozialversicherung 655 769
Verbindlichkeiten Umsatzsteuer 644 52
Sonstige Verbindlichkeiten 21.004 356
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 24.968 3.192
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 34.782 19.589

Der Buchwert der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten entspricht annähernd ihrem Zeitwert. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Zuschüssen, Steuern und sonstige Verbindlichkeiten haben in der Regel ein Zahlungsziel von 90 Tagen nach Eingang der betreffenden Ware oder Erhalt der Dienstleistung.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten einen Betrag in Höhe von TEUR 17.187 (2014: TEUR 0), welcher zuvor unter den erhaltenen Anzahlungen eines chinesischen Kunden ausgewiesen war und der aufgrund der Reduzierung des Auftragsvolumens rückzahlbar ist.

26. FINANZINSTRUMENTE

Näheres zu den wesentlichen Rechnungslegungsgrundsätzen und -methoden, die als Bewertungsgrundlagen zur Erstellung des Jahresabschlusses angewandt wurden, und die sonstigen Rechnungslegungsgrundsätze, die relevant für das Verständnis des Abschlusses sind, sind aus Anmerkung 2 ersichtlich.

ZIELE DES KREDITRISIKOMANAGEMENTS

Die Gesellschaft versucht, die Effekte aus allen Risiken, die aufgrund von finanziellen Transaktionen auftreten könnten, zu minimieren. Wichtigste Aspekte sind dabei die Aufdeckung der Liquiditäts-, Kredit-, Zins- und Währungsrisiken, die sich aus der laufenden Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ergeben können.

Das zentrale Management des AIXTRON Konzerns koordiniert den Zugang zu nationalen und internationalen Finanzinstitutionen. Darüber hinaus überwacht und verwaltet es mittels interner Risikoberichte die finanziellen Risiken im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft. Das Berichtswesen analysiert die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Ausmaß der jeweiligen Risiken. Diese Risiken umfassen alle Aspekte des Unternehmens, einschließlich der finanziellen Risiken. Das Risikomanagement-System entspricht den Empfehlungen zur Unternehmensführung, wie sie im Deutschen Corporate Governance Kodex spezifiziert sind.

LIQUIDITÄTSRISIKEN

Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass die Gesellschaft nicht in der Lage ist, ihren bestehenden oder zukünftigen Verpflichtungen aufgrund mangelnder Verfügbarkeit von flüssigen Mitteln nachzukommen. Die Steuerung von Liquiditätsrisiken ist eine der zentralen Aufgaben der AIXTRON SE. Auf der Grundlage einer regelmäßigen Finanz- und Liquiditätsplanung werden die Zahlungsfähigkeit und die damit verbundene Flexibilität der Gesellschaft jederzeit sichergestellt.

Zum 31. Dezember 2015 hatte die Gesellschaft keine Bankverbindlichkeiten (2014: TEUR 0). Finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 34.782 (2014: TEUR 19.589) bestanden aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Verbindlichkeiten, die alle innerhalb eines Jahres fällig sind. Diese sind zusammen mit einer Analyse der Laufzeiten aus Anmerkung 25 ersichtlich.

Zum 31. Dezember 2015 hielt die Gesellschaft TEUR 116.305 an liquiden Mitteln (2014: TEUR 116.580) sowie Festgelder bei Banken in Höhe von TEUR 93.089 (2014: TEUR 151.494).

BONITÄTSRISIKO

Finanzielle Vermögenswerte, die einem allgemeinen Bonitätsrisiko ausgesetzt sind, sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (siehe Anmerkung 17) sowie liquide Mittel und sonstige finanzielle Vermögenswerte in Form von Festgeldern.

Der Konzern hält seine liquiden Mittel bei Banken mit einer guten Bonität. Das zentrale Management der Gesellschaft führt eine Risikoeinschätzung für jedes Finanzinstitut durch, mit dem Geschäftsbeziehungen unterhalten werden und setzt auf dieser Grundlage Kreditlinien bei den einzelnen Finanzinstituten fest. Zur Minimierung des Ausfallrisikos und Steuerung von Risikokonzentrationen werden diese Kreditlinien von Zeit zu Zeit einer Prüfung unterzogen.

Das maximale Engagement der Gesellschaft im Hinblick auf das Kreditrisiko ist der Gesamtbetrag der Forderungen, Finanzanlagen und Barguthaben, wie sie in den Anmerkungen 17, 18 und 19 beschrieben werden.

Forderungen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, können maximal bis zu ihrem beizulegenden Zeitwert auf das Kreditrisiko angerechnet werden. Es werden keine Derivate oder ähnliche Instrumente zur Reduzierung des Kreditrisikos eingesetzt und es hat keine einfache oder kumulative Veränderung des beizulegenden Zeitwertes im Geschäftsjahr gegeben, die dem Kreditrisiko zurechenbar wäre.

MARKTRISIKO

Durch ihre Geschäftsaktivitäten ist die Gesellschaft Wechselkurs- und Zinsänderungsrisiken ausgesetzt. Zinsänderungsrisiken sind als nicht wesentlich einzustufen, da die Gesellschaft nur in geringer Höhe Zinserträge erwirtschaftet. Das Unternehmen verwendet keine derivativen Finanzinstrumente, um Zinsrisiken zu steuern. Termingelder werden bei den Banken des Unternehmens zu den üblichen Marktzinssätzen abgeschlossen, die bei der Anlage der Mittel für den jeweiligen Zeitraum und die Währung gültig sind. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich in der Einschätzung, Bewertung und Steuerung von Marktrisiken keine wesentlichen Änderungen ergeben.

FREMDWÄHRUNGSRISIKEN

Zur Absicherung des Wechselkursrisikos verwendet das Unternehmen verschiedene Arten von derivativen Finanzinstrumenten. Dies umfasst auch Devisentermingeschäfte zur Absicherung des Wechselkursrisikos aus dem Export von Anlagen. Die Gesellschaft hat in 2015 und 2014 keine derivativen Finanzinstrumente verwendet. Die wesentlichen Risiken für das Unternehmen ergeben sich aus Wechselkursschwankungen zwischen Euro, US-Dollar und GB-Pfund.

Die Buchwerte der zum Stichtag in Fremdwährung ausgewiesenen Forderungen und Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

in Tausend EUR Verbindlichkeiten  Vermögenswerte 
  2015 2014 2015 2014
US-Dollar -24.416 -62.064 112.313 123.852
GB-Pfund -1.903 -3.158 10.489 13.218

Wechselkursrisiken werden regelmäßig überprüft und durch eine Sensitivitätsanalyse des Unternehmens überwacht.

FREMDWÄHRUNGSSENSITIVITÄTSANALYSE

Das Unternehmen ist durch seine weltweiten Aktivitäten hauptsächlich dem Wechselkursrisiko durch US-Dollar und Pfund Sterling ausgesetzt.

Die folgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Unternehmens für den Fall einer 10%igen Wertänderung des Euros gegenüber dem US-Dollar. Eine positive Zahl weist auf einen Anstieg des Jahresergebnisses und des Eigenkapitals, eine negative Zahl auf einen Rückgang des Jahresergebnisses und des Eigenkapitals hin.

Wertanstieg des Euro um 10% USD Währungseffekt
in Tausend EUR 2015 2014
Gewinn oder Verlust -6.482 -3.529
Sonstiges Ergebnis -1.404 -2.429
Wertverlust des Euro um 10% USD Währungseffekt
in Tausend EUR 2015 2014
Gewinn oder Verlust 6.482 3.529
Sonstiges Ergebnis 1.404 2.429

Die Sensitivitätsanalyse repräsentiert ausschließlich das Wechselkursrisiko zum Bilanzstichtag. Sie ermittelt sich aus einer 10%igen Neubewertung der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, welche zum 31. Dezember auf US-Dollar lauten. Die Sensitivitätsanalyse beschreibt den Effekt, der sich aus einer 10%igen Abweichung des Wechselkurses zum am Bilanzstichtag gültigen Wechselkurs ergibt. Sie gibt nicht den Effekt einer nachhaltigen 10%igen Veränderung der Wechselkurse über das gesamte Geschäftsjahr wieder.

BEIZULEGENDER ZEITWERT

Liquide Mittel, Kredite und Forderungen und bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Schulden werden beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. In der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte" sind abgegrenzte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten. Diese resultieren aus der Differenz zwischen der Bewertung zum beizulegendem Zeitwert der Umsätze (Anmerkung 3) und dem in Rechnung gestellten Betrag. Der beizulegende Zeitwert entspricht Stufe 2 in der Hierarchie der Bewertung des beizulegenden Zeitwerts.

Die in der Bilanz ausgewiesenen beizulegenden Zeit- und Buchwerte der Finanzinstrumente werden in den folgenden Tabellen dargestellt. Finanzielle Vermögenswerte sind in Kategorien eingeteilt:

FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE 2015

in Tausend EUR Liquide Mittel Kredite und Forderungen Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanz-investitionen Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert Gesamtbuchwerte und beizulegende Zeitwerte
  Fortgeführte Anschaffungs-kosten Fortgeführte Anschaffungs-kosten Fortgeführte Anschaffungs-kosten Beizulegender Zeitwert  
Liquide Mittel 116.305 0 0 0 116.305
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 0 0 93.089 0 93.089
Sonstige langfristige Vermögenswerte 0 630 0 0 630
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 25.542 0 414 25.956
Gesamt 116.305 26.172 93.089 414 235.980
Fortgeführte Anschaffungskosten 116.305 26.172 93.089 0 235.566
Beizulegender Zeitwert 0 0 0 414 414

FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN 2015

in Tausend EUR Liquide Mittel Kredite und Forderungen Sonstige Verbindlich-keiten Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert Gesamtbuchwerte und beizulegende Zeitwerte
  Fortgeführte Anschaffungs-kosten Fortgeführte Anschaffungs-kosten Fortgeführte Anschaffungs-kosten Beizulegender Zeitwert  
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0 9.814 0 9.814
Erhaltene Anzahlungen (nicht im Anwendungsbereich von IFRS 7) 0 0 24.011 0 24.011
Gesamt 0 0 33.825 0 33.825
Fortgeführte Anschaffungskosten 0 0 33.825 0 33.825
Beizulegender Zeitwert 0 0 0 0 0

FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE 2014

in Tausend EUR Liquide Mittel Kredite und Forderungen Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanz-investitionen Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert Gesamtbuchwerte und beizulegende Zeitwerte
  Fortgeführte Anschaffungs-kosten Fortgeführte Anschaffungs-kosten Fortgeführte Anschaffungs-kosten Beizulegender Zeitwert
Liquide Mittel 116.580 0 0 0 116.580
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 0 0 151.494 0 151.494
Sonstige langfristige Vermögenswerte 0 382 0 0 382
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 23.374 0 2.950 26.324
Gesamt 116.580 23.756 151.494 2.950 294.780
Fortgeführte Anschaffungskosten 116.580 23.756 151.494 0 291.830
Beizulegender Zeitwert 0 0 0 2.950 2.950

FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN 2014

in Tausend EUR Liquide Mittel Kredite und Forderungen Sonstige Verbindlich-keiten Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert Gesamtbuchwerte und beizulegende Zeitwerte
  Fortgeführte Anschaffungs-kosten Fortgeführte Anschaffungs-kosten Fortgeführte Anschaffungs-kosten Beizulegender Zeitwert
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0 16.397 0 16.397
Erhaltene Anzahlungen (nicht im Anwendungsbereich von IFRS 7) 0 0 66.928 0 66.928
Gesamt 0 0 83.325 0 83.325
Fortgeführte Anschaffungskosten 0 0 83.325 0 83.325
Beizulegender Zeitwert 0 0 0 0 0

FORDERUNGEN UND VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Bei Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, entspricht der beizulegende Zeitwert dem Buchwert.

27. OPERATING LEASING

LEASINGVERHÄLTNISSE ALS LEASINGNEHMER

Die Leasingzahlungen im Rahmen unkündbarer Operating-Leasingverhältnisse haben folgende Fälligkeiten:

in Tausend EUR  
2016 3.919
2017 1.916
2018 487
2019 375
2020 100
nach 2020 41
6.838

Die Gesellschaft mietet bestimmte Büro- und Produktionsgebäude, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Fahrzeuge im Rahmen verschiedener Operating-Leasing-Vereinbarungen. Für den wesentlichen Teil der Leasingvereinbarungen über Büro- und Produktionsgebäude bestehen Mietverlängerungsoptionen seitens der Gesellschaft. Die Leasingvereinbarungen haben in der Regel eine Laufzeit zwischen einem und 15 Jahren. In keinem der Leasingverhältnisse sind bedingte Mietzahlungen vorgesehen.

Die gesamten Aufwendungen für Leasingverträge beliefen sich auf TEUR 4.520, TEUR 4.150 bzw. TEUR 3.957 für die Geschäftsjahre 2015, 2014 bzw. 2013.

28. SONSTIGE VERPFLICHTUNGEN

Zum 31. Dezember 2015 weist die Gesellschaft ein Bestellobligo für die nächsten zwölf Monate in Höhe von TEUR 19.104 (2014: TEUR 38.998) aus. Die Verpflichtungen aus Investitionen in den folgenden zwölf Monaten betragen zum 31. Dezember 2015 TEUR 1.059 (2014: TEUR 1.977).

29. EVENTUALSCHULDEN

Im Rahmen des gewöhnlichen Geschäftsbetriebs ist AIXTRON gelegentlich Partei in Rechtsstreitigkeiten oder kann mit Klagen bedroht werden. Der Vorstand analysiert diese Sachverhalte regelmäßig unter Berücksichtigung aller Möglichkeiten einer Abwendung und der Abdeckung möglicher Schäden durch Versicherungen und bildet, wenn nötig, angemessene Rückstellungen. Es wird nicht erwartet, dass derartige Sachverhalte einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage haben werden.

30. BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

IDENTITÄT VON NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Zu den nahestehenden Personen der Gesellschaft gehören die Vorstände und Aufsichtsratsmitglieder.

VERGÜTUNG DES VORSTANDS UND AUFSICHTSRATS

Die gemäß IAS 24 angabepflichtige Vergütung des Managements in Schlüsselpositionen des Konzerns umfasst die Vergütung des Vorstands und Aufsichtsrats.

Die Mitglieder des Vorstands wurden wie folgt vergütet:

in Tausend EUR201520142013
 
Kurzfristig fällige Leistungen1.0411.3871.555
Leistungen aufgrund der vorzeitigen Beendigung der Tätigkeiten00780
Aktienbasierte Vergütung0628250
1.0412.0152.585

Die Angabe der aktienbasierten Vergütung bezieht sich auf den beizulegenden Zeitwert von Aktienoptionen zum Zeitpunkt der Gewährung sowie die in Aktien zu vergütende Tantiemeanteile für das Geschäftsjahr.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden wie folgt vergütet:

in Tausend EUR201520142013
 
Fixe Vergütung (einschl. Sitzungsgeld)303293290
303293290

Zur Individualisierung sowie weiteren Details der Bezüge der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder vgl. die Ausführungen im Vergütungsbericht, der integraler Bestandteil des Konzernlageberichts ist.

31. KONZERNUNTERNEHMEN

Die AIXTRON SE übt einen beherrschenden Einfluss auf folgende Tochtergesellschaften aus:

    Anteile am Kapital in %
    2015   2014
AIXTRON, Inc. USA 100   100
AIXTRON Ltd. England & Wales 100   100
AIXTRON Korea Co. Ltd. Südkorea 100   100
AIXTRON Taiwan Co. Ltd. Taiwan 100   100
AIXTRON AB Schweden 100   100
AIXTRON KK Japan 100   100
AIXTRON China Ltd. P.R. China 100   100
Genus Treuhandvermögen * USA n.a.   n.a.

Alle Konzernunternehmen sind als Zulieferer von Maschinen für die Halbleiterindustrie tätig. Die Entwicklung und Fertigung der Maschinen erfolgt durch die Gesellschaften in Deutschland, England und USA. Service und Vertrieb wird an allen Standorten angeboten.

32. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Es liegen keine Erkenntnisse über wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag vor, die zu einer anderen Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens führen würden.

33. ABSCHLUSSPRÜFERHONORAR

Das im Konzernabschluss als Aufwand erfasste Abschlussprüferhonorar für die weltweit beauftragten Gesellschaften des Deloitte & Touche-Netzwerks beträgt:

in Tausend EUR 2015 2014
für die Abschlussprüfung 731 699
für sonstige Bestätigungsleistungen 33 34
für Steuerberatungsleistungen 124 173
für sonstige Leistungen 18 53
906 959

Davon entfallen auf den Konzernabschlussprüfer Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, TEUR 583 für die Abschlussprüfung (2014: TEUR 416), TEUR 33 für sonstige Bestätigungsleistungen (2014: TEUR 34), TEUR 41 für Steuerberatungsleistungen (2014: TEUR 76) und TEUR 18 für sonstige Leistungen (2014: TEUR 53).

34. PERSONALBESTAND

MITARBEITER NACH FUNKTIONSBEREICHEN (JAHRESDURCHSCHNITT)

  2015 2014
Vertrieb und Service 61 65
Forschung und Entwicklung 265 285
Produktion 326 331
Verwaltung 88 86
Arbeitnehmer (§ 314 HGB) 740 767
Vorstände 2 2
742 769
Auszubildende 15 16
Summe Mitarbeiter 757 785

35. ERKLÄRUNG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX

Der Vorstand und der Aufsichtsrat haben die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG im Jahr 2015 abgegeben und auf der Website der Gesellschaft -http://www.aixtron.com/de/investoren/corporate-governance/grundsaetze/ dauerhaft zugänglich gemacht.

36. AUFSICHTSRAT UND VORSTAND

Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2015 die folgenden Mitglieder an:

  • Kim Schindelhauer

    Aachen / Kaufmann / Vorsitzender des Aufsichtsrats seit 2002

  • Prof. Dr. Wolfgang Blättchen

    Leonberg / Geschäftsführer der Blättchen Financial Advisory GmbH, Leonberg / Mitglied des Aufsichtsrats seit 1998 / stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats seit 27. Februar 2013

    • Mitgliedschaft in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien:
      • Pfisterer Holding AG, Winterbach – Aufsichtsratsvorsitzender
      • H. STOLL AG & Co. KG, Reutlingen – Aufsichtsratsmitglied (seit Juni 2015 bis Januar 2016)
      • FAS AG, Stuttgart – Aufsichtsratsmitglied
  • Prof. Dr. Rüdiger von Rosen

    Frankfurt/Main / Kaufmann / Mitglied des Aufsichtsrats seit 2002

    • Mitgliedschaft in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien:
      • ICF Bank AG, Frankfurt/Main – stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender
      • Paladin Asset Management Investment AG, Hannover – Aufsichtsratsvorsitzender
      • AKO Capital AG, Thalwil/Schweiz – Verwaltungsratsmitglied
  • Prof. Dr. Petra Denk

    Unterschleißheim / Professorin für Betriebs- und Energiewirtschaft / Mitglied des Aufsichtsrats seit 2011

    • Mitgliedschaft in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien:
      • Pfisterer Holding AG, Winterbach – Aufsichtsratsmitglied (seit 22. September 2015)
  • Dr. Andreas Biagosch

    München / Managing Director der Impacting I GmbH & Co KG, Oberhaching / Mitglied des Aufsichtsrats seit 2013

    • Mitgliedschaft in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien:
      • Lürssen Maritime Beteiligungen, Bremen - Beiratsmitglied
      • Ashok Leyland Limited, Chennai/Indien - Non-Executive Director
      • Wacker Chemie AG, München - Aufsichtsratsmitglied (seit 4. Februar 2015)
  • Dr. Ing. Martin Komischke

    Morgarten/Schweiz / CEO & Vorsitzender der Konzernleitung der HOERBIGER Holding AG, Zug/Schweiz / Mitglied des Auf-sichtsrats seit Mai 2013

    • Mitgliedschaft in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien:
      • ADCURAM GROUP AG, München - Aufsichtsratsmitglied (seit Juli 2014)

Die Gesellschaft hat folgende Vorstandsmitglieder:

  • Martin Goetzeler

    Aachen, Kaufmann, Vorstandssprecher (Vorsitzender) seit 2013

  • Dr. Bernd Schulte

    Aachen, Physiker, Vorstandsmitglied seit 2002

37. WESENTLICHE RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDLAGEN UND SCHLÜSSELQUELLEN VON SCHÄTZUNGEN UND UNSICHERHEITEN

Im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses ist es erforderlich, dass durch das Management Schätzungen vorgenommen sowie Annahmen getroffen werden, wodurch die Höhe der berichteten Beträge und die diesbezüglichen Anhangsangaben beeinflusst werden. Alle Schätzungen und Annahmen werden nach bestem Wissen und Gewissen getroffen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zu vermitteln. Ermessensausübungen des Vorstands im Rahmen der Anwendung der IFRS haben bedeutenden Einfluss auf die nachfolgend beschriebenen Rechnungslegungssachverhalte, die einen wesentlichen Effekt auf den Konzernabschluss haben.

UMSATZREALISIERUNG

Die Umsatzrealisierung für Anlagenlieferungen erfolgt im Allgemeinen in zwei Schritten. Ein Teil des Umsatzes wird dabei mit Lieferung der Anlage, der andere Teil nach der Installation und Kundenabnahme vor Ort realisiert (siehe Anmerkung 2 (N)). Auf der Grundlage von Erfahrungswerten geht das Unternehmen davon aus, dass diese Methode geeignet ist, die Umsatzerlöse ordnungsgemäß darzustellen. Die durch den Vorstand getroffenen Annahmen beinhalten auch eine Einschätzung, ab welchem Zeitpunkt im Wesentlichen alle Risiken und Chancen aus dem Eigentum an den Kunden übergegangen sind.

BEWERTUNG VON VORRÄTEN

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Im Rahmen dieser Bewertung sind Annahmen bezüglich veralteter Materialien zu treffen. Dabei sind Schätzungen bezüglich der prognostizierten Produktnachfrage sowie der Preisentwicklung vorzunehmen, welche wesentlichen Änderungen unterliegen können. Der Buchwert der Vorräte ist in Anmerkung 16 dargestellt.

Wie in Anmerkungen 3 und 16 erläutert, entstanden dem Unternehmen in den Jahren 2015, 2014 und 2013 Aufwendungen in Höhe von TEUR 4.141, TEUR 3.016 bzw. TEUR 17.885, die im Wesentlichen aus Änderungen früherer Annahmen bezüglich des Nettoveräußerungswerts sowie überschüssiger und veralteter Vorräte resultieren. In zukünftigen Perioden könnten Wertminderungen aufgrund unterschiedlicher Faktoren notwendig sein. Darunter fallen beispielsweise eine rückläufige Produktnachfrage, technologische Überalterung zurückzuführen auf neue Produkte und technologischen Fortschritt oder Veränderungen im wirtschaftlichen Umfeld, die Einfluss auf die Marktpreise der Produkte des Unternehmens haben könnten. Diese Einflussfaktoren können in zukünftigen Perioden zu einer Anpassung der Bewertung der Vorräte führen und einen wesentlichen Einfluss auf die Ertragslage des Unternehmens haben.

Zum Bilanzstichtag bestanden Abnahmeverpflichtungen für Materialien zur Herstellung von 25 AIX R6 Anlagen. Der Buchwert der entsprechenden Bestände und Abnahmeverpflichtungen beträgt TEUR 20.608. Der erwartete Veräußerungserlös für diese Anlagen basiert auf Erfahrungswerten sowie den Einschätzungen der zentralen und regionalen Vertriebsleitung. Zum 31. Dezember 2015 befanden sich darüber hinaus drei Anlagen in der Kundenqualifizierung.

RECHTSTREITIGKEITEN

Im Rahmen des gewöhnlichen Geschäftsbetriebs ist AIXTRON gelegentlich Partei in Rechtsstreitigkeiten oder kann mit Klagen bedroht werden. Am 4. Januar 2016 wurde im Namen von Personen, die im Zeitraum 25. September 2014 bis 9. Dezember 2015 Aktienäre der AIXTRON SE waren, eine so genannte "Class Action" gegen die AIXTRON SE und ihre beiden Vorstandsmitglieder beim United States District Court Southern District of New York eingereicht. Die Klage bezieht sich darauf, dass die Gesellschaft falsche und/oder irreführende Meldungen berichtet hat sowie negative Tatsachen über den Geschäftsablauf und die Aussichten nicht veröffentlicht hat. AIXTRON bestreitet diese Anschuldigungen und beabsichtigt, sich gegen die Klage zu verteidigen.

Die Gesellschaft geht basierend auf der Einschätzung ihrer Rechtsberater davon aus, dass die ihr bekannten Sachverhalte wahrscheinlich keinen wesentlichen negativen Effekt auf die Ertragslage oder das operative Geschäft von AIXTRON haben werden. Der Gesellschaft sind keine Klagen bekannt, die möglicherweise einen wesentlichen negativen Effekt auf die Ertragslage oder das operative Geschäft von AIXTRON haben werden.

ERTRAGSTEUERN

Zu jedem Bilanzstichtag beurteilt das Unternehmen, ob die Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile für den Ansatz aktiver latenter Steuern hinreichend wahrscheinlich ist. Dies erfordert vom Management eine Schätzung der künftig zur Verfügung stehenden zu versteuernden Einkommen. Die ausgewiesenen latenten Steuerforderungen könnten sich verringern, falls die Schätzungen der geplanten steuerlichen Einkommen gesenkt werden oder falls Änderungen der aktuellen Steuergesetzgebung die Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile zeitlich oder bezüglich des Umfangs beschränken. Der Buchwert der latenten Steuerforderungen ist in Anmerkung 14 dargestellt.

RÜCKSTELLUNGEN

Rückstellungen sind Verpflichtungen deren zeitliches Eintreten oder Betrag ungewiss ist. Die Gesellschaft überprüft an jedem Bilanzstichtag die Bewertung der als Rückstellung bilanzierten Verpflichtungen und passt den Wert an, wenn dies notwendig ist. Aufgrund der Ungewissheit des Zeitpunkts oder der Höhe der Inanspruchnahme muss die Gesellschaft Annahmen bezüglich der Bewertung von Rückstellungen treffen. Die Höhe der tatsächlichen Verpflichtung kann von den Schätzwerten abweichen. Details zu den Rückstellungen sind in Anmerkung 24 dargestellt.

38. ERWERB VON PLASMASI, INC.

Am 1. April 2015 hat AIXTRON 100% der Stimmrechte der PlasmaSi, Inc. (USA) erworben und damit die Kontrolle über die Gesellschaft erlangt. Die von PlasmaSi patentierte Technologie ermöglicht die Verkapselung organischer Dünnschichtfilme durch Abscheidung ultradünner und flexibler Sperrfilme. Diese sind besonders für die Herstellung modernster OLED-Displays geeignet. Durch die Kombination der AIXTRON OVPD-Technologie mit dem innovativen Ansatz von PlasmaSi erwartet AIXTRON, in der Lage zu sein, einen substanziellen Mehrwert für die Produktion flexibler OLED-Anwendungen zu schaffen.

Die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden betragen:

in Tausend EUR
Zahlungsmittel & Zahlungsmitteläquivalente1.471
Sachanlagen52
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte24
Indentifizierbare Immaterielle Vermögenswerte4.655
Sonstige kurzfristige Schulden-2.541
Sonstige langfristige Schulden-2.256
Bedingte Kaufpreiszahlungen-4.236
Summe identifizierbarer Schulden-2.831
Geschäfts- und Firmenwert10.515
Gesamtkaufpreis7.684
beglichen durch
Barmittel7.684
Barzahlung7.684
Abzüglich erworbener Zahlungsmittel-1.471
Abfluss von Zahlungsmittel aus der Akquisition6.213

Im März 2015 gab AIXTRON ein kurzfristiges Darlehen an PlasmaSi Inc. in Höhe von USD 1,65 Mio., welches in den übernommenen sonstigen kurzfristigen Schulden enthalten ist. Die erworbenen Zahlungsmittel in Höhe von TEUR 1.471 entsprechen dem Betrag, der notwendig ist, um das Darlehen an AIXTRON zurückzuzahlen.

Der aus der Akquisition entstandene Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von TEUR 10.515 enthält eine Reihe von immateriellen Werten, die im Einzelnen nicht quantifizierbar sind. Der wichtigste darunter ist der Wettbewerbsvorteil der sich für die ergänzenden AIXTRON Produkte ergibt. Der Geschäfts- und Firmenwert ist voraussichtlich steuerlich nicht abzugsfähig. Die einzeln identifizierbaren immateriellen Vermögenswerte betragen TEUR 4.655 und repräsentieren den beizulegenden Zeitwert der erworbenen entwickelten Technologie.

Ein bedingter Kaufpreis in Höhe von TEUR 4.236 wird fällig, wenn festgelegte Umsatzziele erreicht werden. Die bedingte Kauf-preiszahlung wurde mit dem vertraglich vereinbarten Bruttowert angesetzt, da die Ziele im letzten Quartal des Geschäftsjahres 2015 erreicht wurden und erwartungsgemäß die Zahlungen innerhalb von 12 Monaten fällig werden. Die zum 31. Dezember 2015 ausstehenden bedingten Kaufpreiszahlungen betragen TEUR 4.177, wobei die Differenz aus Wechselkurseffekten resultiert.

Im Laufe des Geschäftsjahres 2015 wurde das Geschäft von PlasmaSi von anderen Gesellschaften innerhalb der AIXTRON Gruppe übernommen und die Gesellschaft PlasmaSi wurde aufgelöst.

Das übernommene Geschäft erzielte in 2015 keine Umsatzerlöse. Im Konzernverlust für 2015 ist ein Verlust in Höhe von TEUR 2.719 für das Geschäft enthalten.

Hätte die Akquisition zu Beginn der Berichtsperiode (1. Januar 2015) stattgefunden, hätte der Konzernumsatz EUR 197,8 Mio. und der Konzernverlust EUR 30,0 Mio. betragen.

Herzogenrath, 22.Februar 2016

AIXTRON SE

Der Vorstand

 
     
Martin Goetzeler
Vorsitzender des Vorstands
  Dr. Bernd Schulte
Vorstandsmitglied